Seit ein paar Tagen bin ich jetzt wieder in meiner Heimat. Die Heimat, in der die Leute richtig reden, dâ wo man "Weckle" sagt anstatt "Weck" oder "Rote" und "Saita" anstatt "Servela" und "Wienerle". Außerdem sagt man bei uns "han i denkt" und nicht "häbb i gedenkt".
Meine Heimat ist auch die des Nachtbruder Konrads, der mich an meinem letzten Abend im Krankenhaus nur noch als Zimmerdekoration betrachtete. Trotz über 30 Jahre Auslandsaufenthalt hat er sich noch kein Badisch angewöhnt, sondern kommt noch im breiten Schwäbisch daher. Heimatgefühle nachts um halb 12 beim Blutdruck messen.
Zurück also aus dem KH, kümmern sich meine Kolleginnen rührend um mich. Ich habe jetzt schon vier Angebote, mir beim Einkaufen und anderen Aktionen zu helfen. Auch der Vater kümmert sich um seine Tochter. Aber nur der Vater, andere Familienmitglieder sind sich selber am Nächsten. Krank sein, hat doch was für sich :-)