Samstag, 31. Oktober 2009

Logbuch: Leute erschrecken

Die ganze Woche war herrliches Herbstwetter und ich sitze fahrradlos bei gutem und reichlichem Essen bei der Forbildung. Morgens Nebel, mittags Sonne, schätzungsweise 15 – 16 °C. Und jetzt, wo ich wieder zuhause bin, soll das Wetter wieder schlechter werden. Deshalb muß ich heute noch die letzten Sonnenstrahlen nutzen – aber auch, um die vielen Kalorien wieder abzutrainieren.
Draußen war es kälter als gedacht, ich hätte doch die Thermohose anziehen sollen. Ich kann jetzt nur hoffen, dass das keinen Harnwegsinfekt gibt. In Höhe der Pulvermühle ging eine Fußgängerin und schlenderte völlig gedankenversunken ständig von rechts in die Mitte, dann wieder zurück nach rechts, plötzlich lief sie links. Also vorsichtshalber klingeln. Sie ist dabei so erschrocken, dass sie abrupt stehen blieb, sich umdrehte und mich völlig fassungslos anstarrte. Andererseits: hätte ich nicht geklingelt, wäre sie ob des plötzlich auftauchenden Radfahrers so erschrocken, dass das selbe passiert wäre. Wie man's macht ist es falsch. 


Tü - K'furt - Wannweil - Mähringen - Gomaringen - Tü
29,4 km, ∅ 21,4 km/h, 1:23 h

Dienstag, 27. Oktober 2009

Fortbildung in einem Schwarzwaldtal

Ein Tal im Schwarzwald. Die enge, kurvenreiche Straße schlängelt sich parallel zum Bach durch das Tal. Die entlang der Straße liegenden Dörfer ziehen sich kilometerweit in die Länge, das Rathaus ist in Ortsteil 1, die Kirche in Ortsteil 2, Schule gibt es keine. Die vermutlich einzige Einnahmequelle hier: Tourismus und Holzverarbeitung. An der Herbstfärbung der Blätter kann man erkennen, dass der Schwarzwald nicht nur aus Nadelbäumen besteht.  An den Hängen vereinzelte Häuser, eines davon ist unseres. Abgeschieden, mit etwa 5 Minuten Fußweg bis zur Straße liegt es am Hang, das nächste Lebensmittelgeschäft ist vier km entfernt.  

Morgens wird man nicht vom Straßenlärm geweckt, sondern vom Wecker, bzw in unserem Fall von den Bauarbeitern, die im badischen Dialekt durch das zur Zeit zu renovierende Haus laufen. Der Tagesablauf ist bestimmt von zwei Dingen: den Mahlzeiten und dem Arbeiten. Kurz vor den Mahlzeiten klingt ein Gong durch die Gebäude, um die in ihre Arbeit konzentrierten Forscher an die erforderliche Nahrungsaufnahme zu erinnern. Bei den Mahlzeiten wird stark auf Kommunikation geachtet, bei jeder Mahlzeit sitzt man mit anderen Leuten am Tisch. Was anfangs ziemlich anstrengend ist, wird mit der Zeit eine ziemlich interessante Sache. Man erfährt,  dass der Abakus teilweise noch heute in China angewandt wird und dass die mathematischen Symbole erst im 16. - 17. Jahrhundert entstanden. Woher sie kommen, darüber waren sich die Nationalitäten an Tisch uneinig. Die Türkin behauptet, sie kämen aus dem arabischen Raum, für die anderen Nationalitäten der Gruppe ist das nur eine Geschichte von vielen. Beim Abendessen unterhält man sich mit der Mutter der kleinen Emma über die Zweisprachigkeit und am nächsten Tag mit dem in Straßburg lebenden Russen über den Unsinn, dass in Frankreich bei jedem  internationalen Kongress eine französische Übersetzung gewährleistet sein muss. Auch interessant war die Unterhaltung mit Jens, dem Dänen über das Dänische Königshaus und dass seiner Meinung nach Margarete II von Dänemark ihre Arroganz nur von ihrer Mutter, Ingrid von Schweden, haben kann.

Zusammenfassend kann man sagen, die Woche war bereichernd: fachlich, allgemeinbildend, aber auch die Körperfülle betreffend.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Logbuch: ADFC-Sonntagstour

Nächste Woche soll herrliches Wetter werden (Sonne, 16 °C) und ich bin auf Fortbildung. Also wirklich auf Fortbildung. Montag - Freitag. Es gibt andere, die erzählen allen, sie seien von Freitag - Mittwoch auf Forbildung, treffen sich aber stattdessen mir ihrem Lover. Da ich aber keinen Lover habe, mit dem ich mich treffen könnte, fahre ich also zur Fortbildung und ärgere mich über die herrlichen Wetteraussichten für nächste Woche. Kann es nicht regnen? So würde ich mich nicht darüber ärgern, dass ich im tiefsten Schwarzwald hocke ohne Rad, maximal mit Laufschuhen. Aber das Essen dort soll gut sein. Was natürlich für die Laufschuhe sprechen würde, denn gutes Essen bedeutet immer, dass ich während dieser Zeit nicht gerade abnehme.
Deshalb war ich heute nochmal Radfahren. Laut Wetterbericht ist die Regenwahrscheinlichkeit heute Nachmittag 30%. Als ich los fuhr war die Strafle zwar nass, aber es regnete nicht. Das änderte sich jedoch nach 500 m. Trotzdem standen schon zahlreiche ADFCler am Treffpunkt. Bis wir dann endlich losfuhren hatte es auch aufgehört zu regnen und es blieb auch so. Der Vorteil von etwas unsicheren Wetterverhältnissen ist ja, dass nicht so viele Leute unterwegs sind und man einigermassen flüssig fahren kann. Soweit das bei der sonntäglichen ADFC-Tour möglich ist. Es sind dann doch immer wieder langsame Leute dabei. Oder Leute mit Platten (kurz vor Unterjesingen) bzw zu fest angezogener Bremse (Seebronn). Außerdem haben wir unterwegs die Hälfte der Truppe verloren, wir wissen nur nicht, warum. Plötzlich waren sie weg, obwohl es keine unübersichtliche Abzweigung gab, wo man uns hätte verlieren können. Außerdem ging es die ganze Zeit bergab, es war also auch nicht unbedingt ein Geschwindigkeitsproblem. Da aber diese 5 der langsamere Teil waren, waren wir darüber nicht wirklich unglücklich, sondern konnten dann ein flotteres Tempo einschlagen und doch etwas für die Kondition tun.

Tü - Unterjesingen - Pfäffingen - Oberndorf - Seebronn - Weggental - Rottenburg - Hirschau - Tü
38,0 km, ∅ 19,8 km/h, 1:57 h

Baustellenstadt Tübingen

Tübingen ist immer noch eine einzige Baustelle. Von ursprünglich vier, durchfahre ich jetzt nur noch drei Baustellen auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Sämtliche  Bauarbeiten verzögern sich, eine davon sicherlich um ein dreiviertel Jahr. Jetzt dürfen wir schon Samstags kostenlos Bus fahren, als Dankeschön, dass die Fahrgäste durch die Mühlstraßenbaustelle Umstände in Kauf nehmen mußten. Natürlich fahren dann auch Nichtfahrgäste wie ich. Aber ehrlich gesagt, da bin ich mit dem Rad - oder fast auch zu Fuß schneller als mit dem Bus. Der tägliche Weg zur Arbeit beispielsweise. Mit dem Rad eine Fahrzeit von 9 - 10 Minuten. Mit dem Bus 20 Minuten. Zu Fuß bin ich zwischen 25 und 30 Minuten unterwegs, je nach Ampelschaltung. 

Aber zurück zu den Baustellen. Die definitiv teuerste Baustelle ist die Mühlstraße. Diese ist schon zum Gespött der Tübinger geworden.  Straße, Schulberg und Mauer wurden angeblich exakt untersucht und vermessen. Wie ist die Konsistenz von Mauer und Berg, wieviel Platz brauchen  Busse, Radfahrer und Fußgänger. Man maß, plante und baute. Und plötzlich stellte man überrascht fest, dass die Mauern der Stadtmauer dicker sind als angenommen, dass der Boden feuchter ist als gedacht. Dadurch ergeben sich Mehrkosten von etwa  660.000 €. Allem Spott zum Trotz wird jetzt schon seit einigen Wochen von einem Schildbürgerstreich geredet. Denn als der erste Schock in der Bevölkerung verdaut war, stellte man fest,  dass man beim vermessen der Straße die Außenspiegel der Busse vergessen hatte. Die Bordsteine der sanierten Straße waren zu nah an die Mauer gesetzt worden, so dass die Busse beim vorbeifahren zwangsläufig daran streifen. Und keiner will es gewesen sein, schon gar nicht unsere allseits beliebte Baubürgermeisterin Schreiber. Die Leserbriefschreiber im lokalen Käsblatt überschlagen sich. Die beste Idee hatte Frank Klafke. Er erfand für Tübingen den Beruf des Busspiegelklappers. Vor der Mühlstraße steht ein Klapper und klappt die Spiegel ein, am Ende steht ein zweiter und klappt sie wieder aus. 
Am 28. November sollen die Busse wieder Fahren. Wenn man sich aber ein aktuelles Bild der Mühlstraße anschaut, fragt man sich, wie das gehen soll.

Samstag, 24. Oktober 2009

Logbuch: Kässpätzle abtrainieren

"Wo wollen Sie mit dem Fahrrad hin?" fragt in scharfem Ton die Frau aus dem 3. Stock, als ich mit meinem Kleinen Schwarzen im Keller erscheine. "Ich darf ja wohl in meinen Keller stellen was ich will" gebe ich in eben solchem Ton zurück. Daraufhin wurde die Dame freundlicher. Und ausnahmsweise hat sie mich nicht gefragt, ob ich zu der WG gehöre, das macht sie nämlich eigentlich ständig, wenn wir uns treffen. Vielleicht sollte ich mich ob der WG-Frage geehrt fühlen, denn da wohnen nur Studenten. Immerhin habe ich heute erfahren, dass die Dame Kreuzschmerzen hat und deswegen in Behandlung ist.
Heute war herrliches Wetter. Mit Pappa war ich zuerst Sekt trinken - oder besser gesagt: Fahrradreingier kaufen bei Transvelo. Dann haben wir uns die Tübinger Stadtansichten im Stadtmuseum angeschaut und schliefllich wurde die Tochter zum Kässpätzle essen eingeladen. Und um die Kalorien wieder halbwegs wegzutrainieren war das schöne warme wetter (16 °C) doch optimal. Aber die Kondition lässt wirklich zu wünschen übrig. Ich hätte nie gedacht, dass das so viel ausmacht, wenn man nicht mehr regelmässig fährt. Ich kann jetzt nur hoffen, dass morgen mittag das Wetter einigermassen ist, dann kann ich mit dem ADFC fahren.


Tü - Rottenburg - Wurmlingen - Unterjesingen - Tü 
27,5 km, ∅ 20,4 km/h, 1:21 h

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Gedanken zur Schweinegrippe

Ab Montag ist sie auch in Deutschland erhältlich: die Schweinegrippeimpfung. Pardon, die Impfung gegen die Amerikanische Grippe. Während in Schweden schon seit zwei Woche fleissig geimpft wird, kommt hier eine große Diskussion in Gange. Es wurde nämlich bekannt, dass Bundesbehörden (Ministerien, Bundeswehr, Bundespolizei) einen Impfstoff ohne Wirkstoffverstärker bekommen, während sich der Rest der Bevölkerung mit dem risikoreicheren Impfstoff mit Wirkstoffverstärker zufrieden geben muß. 

Natürlich ist das alles nur reiner Zufall. Natürlich gibt es in Deutschland keine Zweiklassenmedizin. Man hätte eben nur bereits vor Monaten den Vertrag abgeschlossen, der jetzt eingehalten werden müsse, redet sich das Innenministerium aus der Affäre.  Die ZEIT zitiert Regierungssprecher Ulrich Wilhelm: "Regierungsmitglieder bekämen – wenn sie wollten – beim Hausarzt denselben Impfstoff mit Wirkstoffverstärker wie der Rest der Bevölkerung". Aber wer wählt schon freiwillig den Impfstoff, der mit größeren Risiken verbunden ist?

Das Gesundheitsministerium wählt die Beschwichtigungstaktik, es geben keinen besseren oder schlechteren Impfstoff. Kritik an dem Impfstoff für die Normalsterblichen kommt jedoch von Virologe Alexander Kekule. Er sagt, dass damit geimpfte Menschen evtl tagelang arbeitsunfähig würden. Und das kann man unseren Jungs in Afghanistan natürlich nicht zumuten.

Auch viele Hausärzte raten von der Impfung ab. Als Simulanten sind ich und Trude echte Impfkandidaten, aber unsere Hausärzte - und meiner ist eigentlich ein richtiger Impfphanatiker - raten davon ab: man kennt die Risiken nicht richtig, Schnellschuss in der Entwicklung, wozu Wirkstoffverstärker.
Auf der Seite des schwedischen Läkemedelsverkets  stieß ich zufällig auf den Beipackzettel von Pandemrix, einem der Impfstoffe mit Wirkstoffverstärker. Nebenwirkungen:

Sehr häufig: (mehr als 1 von 10 Behandelten)

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schmerzen, Rötungen, Schwellungen oder lokale Verhärtung an der Injektionsstelle
  • Fieber
  • Muskel- oder Gelenkschmerzen

Häufig: (1 - 10 Behandelte von 100)

  • Wärmegefühl, Jucken oder Blauer Fleck an der Injektionsstelle
  • Vermehrtes Schwitzen, Frieren, Influensaartige Symptome
  • Geschwollene Drüsen an Hals, Armbeugen oder Lymphsystem

Gelegentlich: (1 - 10 Behandelte von 1000)

  • Kribbeln oder Einschlafen der Hände oder Füße
  • Schläfrigkeit
  • Schwindel
  • Durchfall, Erbrechen, Magenschmerzen, Übelkeit
  • Jucken, Ausschlag
  • Krankheitsgefühl
  • Schlaflosigkeit
Es scheint mir aber, dass die Schweden hauptsächlich mit Pandemrix impfen. Jetzt sollen sie es mal ausprobieren, dann können wir Deutschen es uns immer noch überlegen. Obwohl die Schweden ja ihrem Ziel, 80% der Bevölkerung zu impfen, sicherlich nicht besonders nahe kommen, wenn sogar nur 73% der Mitglieder des Reichstags bereit sind, sich impfen zu lassen. 
So bleibt also nur kopfschüttelnd abzuwarten, auf wie vielen Dosen Impfstoff die Gesundheitsbehörden mit dieser verpatzten Aktion ab Montag sitzen bleiben.

Ohne Worte


So was kommt nur in Baden-Württemberg vor.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Logbuch: Wo ist der Herbst?

Wir hatten einen herrlichen Spätsommer - danach kam der Winter. Wo ist der Herbst dieses Jahr? Für alle, die es schon nicht mehr wissen, das ist die Jahreszeit, die in der Regel zwischen Sommer und Winter kommt. Die, in der man bei angenehmen 10 - 15 °C  schöne Radtouren machen kann. Irgend jemand scheint uns dieses Jahr mit dem Herbst vergessen zu haben.

Durch den Winter, der bis jetzt kalt und vor allem aber nass war, bin ich jetzt 12 Tage nicht gefahren. Entweder es regnete oder ich kam zu spät nach Hause. Heute habe ich mich um 17 Uhr aus dem Staub gemacht mit der Begründung, ich hätte noch ein Date mit meinem kleinen Schwarzen. So schönes Wetter. Im Schatten zwar kalt, in der Sonne aber angenehm warm. Aber ich  muß zugeben,  es war doch etwas anstrengend. Das liegt entweder an den 12 Tagen Pause oder an der Kälte, 7°C sind nicht zu unterschätzen. Oder - um eine Ausrede für den schlechten Schnitt zu haben - an beidem! 

Tü - Immenhausen - Mähringen - Gomaringen - Nehren - Dußlingen - Gomaringen - Tü
27,5 km, ∅ 20,4 km/h, 1:21 h

Sonntag, 18. Oktober 2009

Beschäftigt!

Während sich die einen den Istanbul-Marathon liefen (obwohl sie sich von Hörsturz und spätabendlichem Kinobesuch erholen sollten), strichen andere ihr Schlafzimmer gelb. Und damit ich Trude ich nichts nachstehe, will ich aufzählen, was ich heute alles erledigt habe.

  1. Elsa nachträglich zum Geburtstag gratuliert
  2. Mit Trude telefoniert um zu kontrollieren, wie weit sie mit dem Streichen ist. 
  3. Brot backen. Dabei bemerkt, dass der Backofen dringend gereinigt werden muß.
  4. ZEIT lesen (damit ich endlich mal mein Buch weiterlesen kann)
  5. Kochen. Na ja, so weit wars mit dem Kochen nicht. Flädlesuppe (Pfannkuchen von gestern) und Reisbrei.
  6. Küche aufräumen
  7. Backofen putzen. Wohl dem, derr eine Pyrolyse hat. Nichts anderes mehr. Hat mich zwar 4 kWh Strom gekostet, aber der Euro war es wert. Eine einfache und saubere Sache. Einfach Pyrolyse einschalten, 2 1/4 Stunden warten, fertig. Dumm nur, dass man Bleche und Einschiebegitter entfernen mußte. Da war dann doch Handarbeit angesagt. Der positive Nebeneffkt des Backofenreinigens war, dass die Temperatur in der Küche in recht kurzer Zeit um kuschelige 3 °C angestiegen ist. So konnte ich durch die offene Küchentür auch noch fast das Wohnzimmer damit heizen. 
  8. Vergeblich versucht, ein Sudoku zu lösen. Es kommt selten vor, dass ich ein ZEIT-Sudoku nicht schaffe, aber nach 2 Stunden habe ich es erst einmal zur Seite gelegt. Irgendwann schaff' ich das auch noch!
  9. Bügeln
  10. Frisch gebackenes Brot essen, dazu eigene Tomaten und Margrets Salat.
Die erfolgreiche 15-km-Läuferin erreichte übrigens Platz 206 (von 454). Zeit: 1:36:37. Die Letztplatzierte lief eine Zeit von 3:43:38. Na ja, Gehen ist sicherlich auch eine Möglichkeit. Das ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 4 km/h. Da schieb' ich ja mein Fahrrad schneller.

Samstag, 17. Oktober 2009

Ausreden

Die Medien berichten heute, Jan Ullrich soll 24 mal beim Dopingarzt Fuentes gewesen sein. Und wie sagte er noch 2002 als Amphetamine bei einer Dopingprobe nachgewiesen wurde?

"Irgendwer hat mir in der Disco zwei Pillen angedreht. Keine Ahnung, was da drin war."

Auch nett ist übrigens die Aussage von Tyler Hamilton, der 2004 wegen Blutdopings für zwei Jahre gesperrt wurde:
"Ich bin ein Mischwesen, die fremden Zellen in meinem Körper werden von den Stammzellen meines vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruders produziert." 

Mehr dazu in der ZEIT.

Freitag, 16. Oktober 2009

Pflaumenpizza

Ich mußte erst etwas überlegen, als ich die Überschrift des Rezepts las: Plommonpizza. Dann fiel es mir ein: Zwetschgenkuchen. Sieht nur auf dem Bild wirklich aus wie eine Pizza. Und das, wo doch sonst die Schwaben die Sparsamen sind. Abr bei onserm Zwetschgakuacha wird ett gschbart!

Dienstag, 13. Oktober 2009

Lebensweisheit

"Har du supit upp spriten i kompassen - styr efter topplaternan"

Quelle: Berglins.

Montag, 12. Oktober 2009

Über das Jammern

Ich jammere zu wenig. Das wurde mir in den letzten zwei Tagen wieder mal deutlich.

Kollegin R zum Beispiel. Ihre Mutter verstarb vor etwa 1 1/2 Jahren. Schlimm, zugegeben, aber ich erlitt vor drei Jahren denselben Schicksalschlag. Papas Freundin (oder soll ich sagen 'Bekannte') hat mit Kollegin R großes Mitleid. Sie ist schlimm dran, das arme Mädchen. Sie muß sich, zusammen mit ihrem Bruder, der im selben Haus wohnt, um ihren Vater kümmern, der vor etwa 15 Jahren einen Schlaganfall erlitt und seitdem in manchen Situtationen auf Hilfe angewiesen ist. Zugegeben, mein Vater erlitt glücklicherweise noch keinen Schlaganfall, aber auch um ihn mußte ich mich kümmern, größtenteils alleine. Und hatte doch selber mit mir genug zu tun. Um genau zu sein: Dosiserhöhung sämtlicher Medikamente um 100%!

Oder unsere Putzfrau. (61 Jahre alt, 2 Schachteln Zigaretten pro Tag, Psychopharmaka und Alkohol). Drei Monate, nachdem meine Mutter verstorben war ("Sind sie froh, dass sie noch so jung sind und beide Eltern haben") jammerte sie mir vor, dass ihre Mutter übermorgen den fünften Todestag hat und 2 Wochen vor ihrem 80sten Geburtstag verstorben sei und sie gerne sie doch 80 geworden wäre und war für eine gute Frau sie doch war.

Im Frühjahr war ich wegen des Herrn Crohn ein paar Tage krank. Putzfrau: "Hatten sie Urlaub, ich habe sie eine Weile nicht gesehen!?" - Nein, ich war krank. "Ich bin auch krank und gehe trotzdem arbeiten - chronisch krank". - Ich auch! Daraufhin hat sie eine Weile nicht mit mir geredet. Leider hielt diese Phase nur ein paar Wochen.

Diese Putzfrau war jetzt drei Wochen krank, sie war wegen Herzflimmern im KH. Zugegeben, keine schöne Sache. Jetzt ist sie wieder einsatzfähig ("es geht mir gar nicht gut, aber der Arzt schreibt mich nicht weiter krank"). Und jetzt weiß ich folgendes: Sie hatte heute um 15.45 Uhr einen Neurologentermin, morgen ist sie um 15.30 beim Hausarzt, und zwar wegen der Marcumareinstellung. "Wissen sie, ich muß jetzt Marcumar nehmen, das ist zur Blutverdünnung. Ich darf ja wegen meinem Herz kein zu dickes Blut haben. Am Freitag war der Quick-Wert noch bei 3,4 und er muß irgendwo zwischen 2 und 3 liegen und jetzt muß ich ständig zum Arzt. Wissen sie, was der Quick-Wert ist?" "Aber sie sind ja noch so jung und gesund, und ich weiß nicht, ob ich in 5 Jahren nicht schon unter der Erde liege." - Und ich weiß nicht, ob ich überhaupt 60 werde!

Kollegin S und Kollegin I. Die eine, vor einem 3/4 Jahr am Auge operiert, hat mit Kontaktlinsen Probleme, und im Übrigen nervt ihre Oma und die Hausverwaltung. Die andere hat Stress mit den vielen Fußball- und Basketballspielen ihrer Kinder. Außerdem fängt der Elternabend schon um 7 an und sie muß Kind 1 zum Turnen fahren, Kind 2 zum Basketball und Kind 3 zum Musikunterricht. Dann muß sie Kind 1 abholen, geht kurz einkaufen, fährt dann Kind 1 weiter zum Kindergeburtstag, holt daraufhin Kind 2 ab und fährt es zu Kind 3, weil beide zur gleichen Zeit Fußballtraining haben. Muß man mit 11 noch ständig gefahren werden?

Bekannte V verweigert sich der Schulmedizin, die ja überhaupt nicht hilft. Klar, kann sie auch nicht, wenn die Medikamente zuhause im Schrank stehen, aber man dem Arzt glaubhaft versichert, dass sie sie entweder nicht vertragen, oder das Zeugs nicht gewirkt hat. Das tut übrigens die Homöopathie auch nicht, aber das ist ein anderes Thema. Aber momentan ist sie auf den Homöopathen sauer, weil dieser von Impfungen abrät. Ah-ja! Aber was Bekannte V noch nicht weiß: sie fällt übermorgen durch die HP-Prüfung durch. Ich bin mal gespannt, ob ich recht habe.

So, genug gejammert. Ich weiß, dass es mir nie so schlecht gehen wird wie den andern. Deshalb nehme ich jetzt vor dem Zubettgehen noch ein Diclofenac. Sonst müsste ich ja morgen jammern, dass mir die Finger weh tun. Zusammengerechnet ist das die siebte Tablette heute, plus eine Spritze. Aber wie gesagt, worüber sollte ich jammern?

Was bedeutet E-Learning?

Für alle, die sich unter E-Learning nicht so richtig etwas vorstellen können, gibt es einen kleinen Film zum weiterbilden.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Logbuch: Frauen sind mutiger!

Zahnarzttermin. Ich habe mich endlich dazu durgcrungen, damit ich es für dieses Jahr endlich hinter mir habe. Kollege R. sagt, er könne sich auf dem Stuhl richtig entspannen und müsse manchmal aufpassen, dass er nicht einschlafe. Und er ist nicht der erste Mann, der das behauptet. Da stellt sich mir die Frage: ist Zahnarztangst weiblich?

Während wir auf die Röntgenbilder warten, stelle ich dem Arzt diese Frage. "Die Männer, die kommen, sind wirklich recht entspannt", antwortet er. !Also sind Frauen ängstlicher als Männer?!" frage ich. Das könne man so nicht sagen, sagt er. Die Männer, die kommen hätten im Allgemeinen weniger Angst, es kämen aber auch weniger Männer. Er würde es so ausdrücken: Frauen sind mutiger!

Eine Studie an der Universität Toronto stellte fest, dass die Angst vor dem Zahnarzt bei Frauen zweieinhalb Mal wahrscheinlicher ist als bei Männern.

Eine andere Studie bestätigt die Aussage meines Zahnarztes. Junge Menschen haben mehr Angst als ältere, Frauen mehr als Männer. Von den befragten Frauen, gehen jedoch 72% regelmässig zum Zahnarzt, während es bei den Männern es nur schlappe 60% sind. Kollege R. gehört da allerdings nicht dazu, er geht sogar zweimal pro Jahr hin - wegen der Zahnreinigung.

Tü - Dußlingen - Tü
18,1 km, ∅ 20,8 km/h, 0:52 h

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Logbuch: Trainingseffekt

Wir haben Anfang Oktober und sonnige 24 °C. Leider soll es morgen regnen und kälter werden, also muß der Tag ausgenutzt werden, zumal ich nach 5 Arbeitstagen auch schon wieder 5 Überstunden habe.
So langsam merkt man den Trainingseffekt. Lt. Internet hatten wir heute nachmittag Südwestwind mit einer Windgeschwindigkeit von 11 km/h. Noch vor zwei Monaten hätte mir diese Windstärke bedeutend mehr ausgemacht als jetzt. Und gerade jetzt, wo man den Trainingserfolg so deutlich spürt kommt der kalte nasse Herbst. Immer wenn's am Schönsten ist!

Aber um wieder auf die Tour zurückzukommen. Ich hatte also bei der bergigen Strecke Gegenwind und freute mich schon darauf, mit herrlichem Rückenwind durch das Neckartal rasen zu können. Doch daraus wurde nichts, denn es war plötzlich windstill. Das Windfähnchen beim Modellflugplatz hing so leblos herunter wie ein - na ja, näher will ich hier nicht darauf eingehen, der Rest bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Ohne Wind mußte ich also das Neckartal aus eigener Kraft bestreiten, was dem Trainingseffekt natürlich keinen Abbruch getan hat, der Durchschnittsgeschwindigkeit dafür schon.

Tü - Unterjesingen - Pfäffingen - Oberndorf - Seebronn - Wendelsheim - Wurmlingen - Rottenburg- Hirschau - Tü
39,8 km, ∅ 20,5 km/h, 1:58 h

Conversations

Heute auf xkcd. Sollte ich das mit dem iMac nochmal überdenken und stattdessen ein MacBook kaufen?


Samstag, 3. Oktober 2009

Logbuch: Tag der Dt. Einheit

Heute ist Tag der Deutschen Einheit, dazu schönes Wetter. Das bedeutet, daß ich mich frage, wer auf die Idee gekommen ist, diesen Tag ausgerechnet auf einen Samstag fallen zu lassen. Nächstes Jahr ist es sogar ein Sonntag! Das bedeutet aber auch,  dass Hinz und Kunz unterwegs ist. Ich fuhr rechtzeitig los, so daß die Leute noch beim Mittagessen waren, aber auf dem Heimweg habe ich sie dann alle getroffen: die Rentner auf dem Rad, die Familien und sonstiges Gesindel. Eine Famile war besonders extrem. Stehen quer, alle hintereinander, den ganzen Radweg blockierend. Vorne die Mutter, dahinter das etwa 4jährige Kind, ganz hinten der Vater. Sie sehen dich, sind aber unfähig, zu handeln, auch nur ihren Arsch zu bewegen. Erst als ich "Achtung" rief, weil ich auf Anhieb nicht aus den Pedalen kam, reagierten sie und schafften das Kind aus dem Weg. "Oh, Entschuldigung", sagte die Mutter. Warum sind die heutigen Eltern nur so lahmarschig?
Ansonsten war es sonnig, 20 °C, aber windig (15 km/h), Südwestwind. Morgen soll es etwa 22 km/h Windgeschwindigkeit geben. Ob ich da mit Stefan die ADFC-Tour mache, möchte ich zum jetztigen Zeitpunkt doch sehr bezweifeln.


Tü - Rottenburg - Weiler - Niedernau - Rottenburg- Wurmlingen - Rottenburg- Hirschau - Tü
43,4 km, ∅ 21,4 km/h, 2:02 h

Freitag, 2. Oktober 2009

Radfahren und männliche Sexualität

Radfahren ist eine wichtige Form des Herz-Kreislauf-Trainings. Insgesamt gesehen überwiegen die positiven Effekte. Es ist zu empfehlen, das Trainingsprogramm den oben beschriebenen Erkenntnissen entsprechend, individuell nach Kondition und Körpertyp anzupassen. Es wurde gezeigt, daß ein Wechsel von sitzender in die stehende Position während des Radfahrens einen signifikanten Anstieg des Sauerstoffpartialdrucks im penilen Blut zur Folge hat. Sinnvoll sind also häufige Änderungen der Körperposition während des Radfahrens. Ergänzend dazu ist eine Verminderung der perinealen Kompression durch eine effektive Sitzposition sicherzustellen, so daß nur höchstens ein Viertel des gesamten Körpergewichts auf dem Sattel lastet. Ausgedehnte Ruhepausen während einer langen und anstrengenden Fahrradtour sind sinnvoll, um ein peniles Taubheitsgefühl und eine mögliche erektile Dysfunktion zu vermeiden. Radfahrern, die auch gerne in der Halle trainieren, empfehlen wir das „Spinning”, bei dem während des Trainings viele Wechsel der Körperposition vollzogen werden.

Sollte es trotz der oben genannten vorbeugenden Maßnahmen zu gesundheitlichen Einschränkungen im Genitalbereich kommen, empfehlen wir als Alternative die Benutzung eines Liegefahrrades, um die Risiken von Hypooxygenierung des Schwellkörpers und einer Verminderung des penilen Blutflusses zu vermeiden.

Quelle: Sommer, F.: Die Einflüsse des Radfahrens auf die männliche Sexualität.
Erschienen in: Blickpunkt Der Mann 01/2004

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Brief eines Kunden

Ausschnitte eines Briefs, das gestern von einem Kunden kam. Uns war ein Fehler unterlaufen der eigentlich nur darin bestand, dass Cheffe vier Wochen Urlaub hatte:

[...] Ich nehme es nicht als sehr wahrscheinlich an, daß das Fortlassen der Anmerkungen zu Cp. ...., Exkurse 2 - 5, sowie des gesamten Quell- und Literaturverzeichnisses auf einem reinen Versehen beruht. Denkbar wäre ja mindestens ebenso - und diese Annahme erscheint keineswegs unplausiebel - daß bei jener Stelle [...], die für das technische Procedere des 'Einscannens' zuständig ist, irgendjemand irgendwann dieser nachgerade unzumutbaren Mühsal müde war, daß der betreffende Mitarbeiter also - in vornehmem Latain ausgedrückt - sich einfach irgendwann sagte 'Nequeo, nolo, cesso, desino" und meine beiden Ordner, angewiedert und ennerviert vom durch mit so opulent aufgetragenen Flüssig- "Tipp-Ex", hastig und (gewollt) unverrichteter Dinge an Ihre Zentralstelle zurückschickte. Die Schuld für diese Abwehr- und Panikreaktion läge dann ganz eindeutig bei mir, bzw., genauer gesagt, die Ursache für die Weigerung,  [...] "einzuscannen", wäre fraglos in der großen Menge des von mir seinerzeit verwendetetn Flüssig-"Tipp-Ex" zu suchen. Und ganz gewiß sollte man dieser Person des Mitarbeiters, der [...] möglicherweise "in Streik getreten" sein mag - denn es fühlt sich einfach extrem unangenehm an, andauernd, mehr als eine Woche lang, immer wieder so viel "Tipp-Ex"-Staub an den Fingern zu haben - in keiner Weise nachforschen [...] Doch werden Sie verstehen, daß mich eine leise Furcht beschleicht, es könnten vielleicht sogar jetzt, im zweiten Anlauf, beträchtliche Teile [...] wiederum fehlen - womöglich sogar, besonders listig, durch Fortlassen jeweils einzelner Seiten sowohl aus dem "Corpus" der jetzt nachträglichen 'eingescannten" [...] Kompartimente, als auch aus dem an Sie nunmehr zurückgesandten Ordner. So erlaube ich mir die reichlich kühne Bitte, Ihre Zentralstelle möge, sofern Ihre oder Ihrer Kolleginnen Zeit dies zuläßt, auch überprüfen, ob mein Ordner so vollständig wieder bei Ihnen eintrag, wie er Ihnen vor rund zwei Wochen postalisch zugestellt wurde, und ob die im Ordner enthaltenen Blätter jetzt alle 'eingescannt' sind. [...]

Logbuch: Streßabbau

Heute waren es mal wieder 9 1/2 Stunden Arbeit. Irgendwie komme ich wieder nicht weg. 53 Überrstunden sind es jetzt, im August waren es 44 h. Da sind bald einmal wieder 2 Tage Ausgleich drin. Zumal ich und Kollegin S. in guten 3 Wochen einen Vortrag über ein Thema halten sollen, von dem wir noch keine Ahnung haben. Haben wir aber erst heute erfahren.
Also, heute Tag gab es nur eins: Streß loswerden, nichts wie aufs Rad. Der Himmel war zwar teilweise recht dunkel, aber geregnet hat es nicht. Ab morgen soll es aber kälter werden. Was solls, es ist ja auch schon Oktober.

Tü - Unterjesingen - Wurmlingen - Rottenburg - Hirschau - Tü

25,9 km, ∅ 20,7 km/h, 1:15 h