Freitag, 31. Juli 2009

Logbuch Juli

31. Juli
Feierabendtour mit Kollegen R. Ich war mit dem Kleinen Schwarzen bei der Arbeit und Kollege R lies als Bemerkung los, dass ich ja richtig viel Luft im Reifen hätte. Ich bin doch etwas entsetzt, dass er mir zutraut, mit wenig Luft zu fahren. Als ich mich bei einer Kollegin über Kollegen R beschwerte sagte sie: "das sind halt Männer".
Von der Arbeit sind wir mit Zwischenhalt beim Supermarkt (Kollege R. wollte noch einen Rosé kaufen. Ich hoffe nur, dass er die Flasche nicht alleine trinkt) über Hirschau - Wurmlingen nach Weilheim, wo wir uns trennten. Nach der Schwüle der letzten Tage ist es heute angenehm zu fahren, auch mein Bein war sogar einigermassen anständig. Durch das etwas langsamere Tempo durch die Stadt ist natürlich auch der Gesamtschnitt nicht so hoch.
Ich weiß nur nicht, wie Kollegen R. die Fahrt bekommen ist. Bei einer Trainingstour vor wenigen Tagen hat der sich an einer gewissen Stelle aufgerieben, was sicherlich nicht angenehm ist. Männer haben eben beim Radfahren etwas andere Probleme als Frauen. Die Wundreibegefahr ist bei Frauen wohl etwas geringer.

Jobb - Hirschau - Wurmlingen - Rottenburg - Kiebingen - Tü
24,4 km, ∅ 20,1 km/h, 1:13 h

29. Juli
Seit ich aus Schweden zurück bin, war das Wetter nicht überragend. Entweder regnerisch und windig - was meistens der Fall war - oder zu heiß. Wie am Donnerstag. Von Sonne und 30 °C ging es Freitag auf Regen und 24 °C und Samstag sogar auf Regen, Wind und 16 °C herunter.
Gestern war das Wetter schön, da waren wir aber war Betriebsausflug, also nichts mit Radfahren. Heute ist es wieder extrem heiß, aber um halb 7 ging es mit dem Temeraturen einigermaßen. Aber irgendwie macht mir das Fahren abends kein Spaß, da sind mehr Leute unterwegs als wenn man um nachmittags um 5 fährt.
Meinem Bein ging es heute nicht gut, ich bin sogar ohne den Wurmlingen-Schlenker gefahren. Und war ehrlich gesagt, froh, als ich zuhause war.

Tü - Weilheim - Kiebingen - Hirschau - Tü
20,9 km, ∅ 21,6 km/h, 0:58 h

16. Juli
Welch eine Hitze. Und ich mußte natürlich mit dem Rad nach RT, als gäbe es keine anderen Verkehrsmittel. Draußen etwa 30 °C, dazu die typische Schwüle. Immerhin hatte ich bis RT einen Schnitt von 19,22 km/h. Zurück, sprich fluflabwärts habe ich dann doch etwas aufgeholt. Aber immerhin: mein Gesamtkilometerstand ist wieder gestiegen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was mein eigentliches Ziel ist: so viel wie möglich zu fahren um wieder fit zu werden, um die km in die Höhe zu treiben oder einfach nur weil es Spaß macht und entspannt?

Jobb - K'furt - Wannweil - RT - RT - Wannweil - K'furt - Tü
33,7 km, ∅ 20,4 km/h, 1:40 h

14. Juli

Heute habe ich 12 h gearbeitet. Cheffe hat darauf bestanden. "Ich lasse sie nicht gehen, bevor sie das fertig haben." Zugegeben, er war auch noch so lange da, hat aber auch nicht schon um 7 Uhr angefangen zu arbeiten. Also nix wie heim, umziehen, Fahrrad wechseln und losfahren. Auspowern. Nach der Neckarbrücke in Hirschau wäre dann fast eine in mich reingefahren. Die Tuss kam mir entgegen und schaut verträumt durch die Gegend. Ich, mit etwa 28 km/h auf dem Tach komme immer näher und lasse plötzlich einen Schrei los "ACHTUNG!!" und lasse gleichzeitig einiges an Gummi auf dem Asphalt. Ein "huch" kam mir entgegen, von mir mit einem lauten "verdammtes A..." kommentiert. Es ist dann aber zum Glück nichts passiert. Mein armer Hinterreifen - scheiß Popelradfahrer, was ht die abends um halb 9 auch noch unterwegs verloren?!!

Tü - Weilheim - Kiebingen - Hirschau - Tü
19,5 km, ∅ 22,8 km/h, 0:51 h

11. Juli
Eine Woche Schweden, eine Woche nicht radfahren, ich glaube, das hat dem Bein gutgetan. Zur Zeit läuft die Tour de France, und da Gerolsteiner nicht mehr da ist, ist jetzt Milram das Team meiner Wahl. Und Armstrong bzw das Team Astana ist mein Hassteam. Die Doper sind da ja unter sich. Nicht, dass die anderen nicht gedopt sind, aber das Team um Armstrong ist für mich einfach ein Synonym mit Doping. Winokurow, Armstrong, Klöden. Aber Wino ist ja nicht mehr dabei. Außerdem stellt sich mir die Frage, warum Armstrong als einziger im Team schwarze Schuhe und schwarze Socken anhat. Wahrscheinlich damit jeder ihn sofort erkennt. Das ist natürlich auch für mich einen Vorteil: sogar ich erkenne diesen unbeliebten Fahrer sofort. Außerdem hat er am Oberrohr seines Einzelzeitrads den Schriftzug "Livestrong".

Ich war heute gedopt mit einer Brezel und frisch aus Schweden importiertem Blåbärste. Dazu optimales Fahrradwetter, aber auf der ersten Hälfte heftiger Gegenwind. Da man Gegenwind ja mit Berg vergleichen kann, bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass Bergtouren noch nicht angesagt sind, mein Bein bzw der Po meckert noch etwas bei Belastung. Da aber meine Kondition eh nicht so gut ist (erschreckend, wie schnell man abbaut), fahre ich weiterhin brav Ebene.

Tü - Weilheim - Kiebingen - Wurmlingen - Rottenburg (2x) - Hirschau - Tü
31,7 km, ∅ 21,1 km/h, 1:30 h

Mittwoch, 22. Juli 2009

Helm schützt

Nach dem gestrigen Sturz von Jens Voigt fühle ich mich leicht an meinen Sturz zurückversetzt. Natürlich hatte ich etwa 60 km/h weniger auf dem Tacho, mein Schleudertrauma war im Vergleich zu Jens' Jochbeinbuch und Gehirnerschütterung harmlos, aber trotzdem ging mir der Sturz ziemlich nahe. Und wieder einmal die Frage: war wäre ohne Helm gewesen?
Meiner ist gesprungen, was die Süddeutsche in ihrer heutigen Onlineausgabe mit "des ghört so" bestätigt. Nur so wird die Energie des Aufpralls optimal verteilt. Sie erinnern an den Sturz von Olaf Ludwig letztes Jahr, als er gegen einen Pfosten fuhr. wo ich noch dachte "nicht nur mir passiert so was".
Zurück zu Voigt. Schreckliche Bilder waren das: er stürzt bei einer Bodenwelle, schlittert knallt auf den Boden, schlittert mit dem nackten Oberarm noch einige Meter die Straße entlang.
Und ich wage zu behaupten: ohne Helm wäre das nicht so "Harmlos" ausgegangen! Mag Kollege I. noch so überzeugt sein vom Unsinn von Fahrradhelmen.

Sonntag, 19. Juli 2009

Trudes Besuch

Trude hatte Besuch. Von Elsbeth. Trude wohnt nahe der französischen Grenze, Elsbeth kommt von der Ostalb. Also aus einer Region, in der alle aus meinem Freundeskreis nicht unbedingt wohnen möchten. Aber Elsbeth gefällt es dort und das passt auch zu Elsbeth.

Also, Elsbeth war bei Trude. Ein Telefonanruf: "ich bin am Sonntag in Stuttgart und war schon lange nicht mehr in Frankreich zum einkaufen, kann ich kommen?"
Natürlich könnte man so einen Besuch etwas schöner verpacken, zum Beispiel: "ich bin am Sonntag in Stuttgart und wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen? Was machst du Sonntag und Montag?" Aber auf der Ostalb herrschen andere Sitten und so fuhr Elsbeth zu Trude.
Ein Gemeinsames hatten sie dann doch: sie wollten beide den neuen Harry Potter anschauen und so gingen sie in trauter Zweisamkeit ins Kino. Somit war für Trude auch schon ein Problem gelöst: was schenke ich Elsbeth zum Geburtstag.
Am nächsten Tag, nachdem sie in Frankreich einkaufen waren - natürlich hatte ich die Gelegenheit ergriffen und auch eine Frankreich-Bestellung aufgegeben, auch ich war nämlich schon lange nicht mehr in Frankreich einkaufen - fuhren die beiden noch bei dem Möbelhaus vorbei, in dem Trude ein Sofa bestellt hatte, das schon längst hätte da sein müssen. Elsbeths unqualifizierter (und einziger) Kommentar zu Trudes neuem Sofa war "meins war teurer!" Ich kann dazu nur sagen: meins war billiger! IKEA.

Wer schon einmal in Elsbeths Wohnung war wird folgendes feststellen: das Schlafzimmer ist im Stil 'Unterschicht' im Alter von etwa 50-70 Jahre. Die Küche negativer Bauernstil (schwer, dunkel, deprimierend), die Kaufgruppe hat etwa das selbe Alter wie das Schlafzimmer. Das Wohnzimmer wurde seit meinem letzten Besuch vor vier Jahren neu eingerichtet, ich kann es also nicht beurteilen. Fakt ist: ihr war Sofa teurer als das von Trude. Was mir allerdings zu denken gibt, ist dass, nach Elsbeths Aussage, ihr Couchtisch ähnlich dem ist, den Trude gekauft hat.
So verging der Montag mit netten zickigen Kommentaren Elsbeths, auch meine Wohnung betreffend. Ich kann dazu nur sagen: wir sind nachtragend.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Neunmalklug

Antwort eines fast Fünfjährigen:
"Wenn man es positiv betrachtet würde ich sagen ja."

Stockholm i mitt hjärta

Det känns kanske lite pinsmat, men jag har en favoritlåt just nu.

Stockholm i mitt hjärta
låt mig besjunga dig nu
åldrad i ungdomlig grönska
öarnas stad, det är du
av städer jag känner i världen
är du den stad som fått allt
genom Mälarens kärlek till havet
en blandning av sött och salt

(Lasse Berghagen)