Freitag, 27. Februar 2009

Hoffnungslos?

Ich war gerade bei der Krankengymnastik. Die Verspannungen im Gesicht wurden gelockert, auch die Dura behandelt. Auf meine Frage, ob das denn jemals besser wird, bekam ich die beruhigende Antwort "wenn wir dich als hoffnungslos ansehen würden, würden wir dich hier nicht behandeln". Wie beruhigend.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: von was bekommt Frau Verspannungen im Gesicht?. Kommen sie von dem Kollegen, der gerne mein Chef wäre, ich aber zusammen mit zwei anderen betroffenen Kolleginnen verbissen dagegen ankämpfe?
Kommen sie vom ungläubingen Augen Zusammenkneifen in Verbindung mit der Frage "warum tut der blöde Server jetzt wieder nicht?"
Kommen sie vom zu vielen Essen? Oder hat die Frau meines Hausarztes sie ausgelöst als sie mir recht unwillig das Cortison-Rezept aushändigte? ("Sie nehmen es drei Mal täglich?") Klar, 160 € im Monat sind ja auch extrem teuer. Vielleicht sollte ich sie das nächste Mal darauf hinweisen, dass sich die Kosten für Trudes Infusionen im Jahr auf nur schlappe 8000 € belaufen. Und das ist nur die Infusion.

Egal, Montag werde ich als nicht hoffnungloser Fall meinen nächsten KG-Termin wahrnehmen und hoffen, dass sie recht behält.

Montag, 16. Februar 2009

Unixzeit

Wir haben 1234773199 Unixzeit

Montag, 9. Februar 2009

Computer

Eigentlich bin ich recht tolerant. Ich habe nichts dagegen, dass Frauen in frauentypischen Berufen arbeiten, ich habe auch nichts gegen Raucher solange sie nicht in meiner Anwesenheit rauchen. Schließlich bekommt der Staat von ihnen Tabaksteuer. Immerhin waren es 2005 8,27 Cent/Zigarette, das waren 2007 14,3 Mrd. Euro. Natürlich darf man da die Kosten, die durch das Zigarettenrauchen verursacht werden, nicht mitrechnen, da ist man definitiv im Minus.
Natürlich gehen an mir auch die ganzen sozialen Netzwerke wie Facebook, StudiVZ, MySpace, StayFriends, Xing und wie sie auch alle heißen, nicht sang- und klanglos vorrüber. Ich habe mich sogar schon einmal bei Facebook angemeldet. Damals, als es ganz neu war in der deutschen Version. Nur frag mich bitte keiner mehr, wie mein Login ist.
Aber ganz hip ist jetzt wer kennt wen. Habe ich von Trude erfahren. Sie wurde von ihrer Cousine eingeladen. Wobei solche Communities datenschutzrechtlich ja nicht unbedenklich sind. (http://www.heise.de/newsticker/Fraunhofer-Studie-deckt-Datenschutzluecken-in-sozialen-Netzwerken-auf--/meldung/116530.

Ich bin aber auch irgendwie altmodisch, ja richtig unmodern. Ich sehe keinen Nutzen in diesen ganzen Online-Communities. Außer eben für die Leute, die sonst nichts besseres zu tun haben. Trude zum Beispiel. Trudes Zeit vergeht damit, täglich zwei Stunden mit mir zu telefonieren, den Rest des Tages verbringt sie damit, Leute in wer-kennt-wen zu suchen. Aber ich kann ja nicht den ganzen Tag mit ihr telefonieren, nur um sie vom Social Networking abzuhalten. Sie hat jetzt schon über 70 Leute in ihrer Ich-kenne-Dich-Liste. Nur, was fange ich damit an? Welchen Sinn macht es, wenn ich meinen Frisör anklicke und sage "ich kenne dich". Das weiß er auch so, dazu brauche ich kein Social Networking.
Vielleicht bin ich auch einfach zu blöd dazu zu verstehen, was daran interessant ist, stundenlang die Namen von Leuten einzutippen und zu sagen "hallo, ich kenne dich!" Und wenn es nur die Verkäuferin beim Bäcker nebenan ist.

Probleme?

Ist es euch zu langweilig? Ihr habt keine Probleme? Ihr habt keine Herausforderung im Alltag? Dann fehlt euch ein Problem.
Dazu habe ich für euch die Lösung. Die banals Lösung ist die Webseite http://www.needaproblem.com/. Dort gibt es schon ab 1 € Probleme käuflich zu erwerben. Um die Lösung muss man sich dann selber kümmern.

Eine viel größere Herausforderung sind aber die Produkte der Firma Kleinweich. Man nehme beispielsweise einen Windows Server 2003. Auf den ersten Blick kann man nichts Schlimmes daran erkennen. Mit der Ausnahme natürlich, dass es sich eben um ein Produkt der Firma Kleinweich handelt. Auf diesen Windows Server 2003 sollte man dann den Browser Internet Explorer 7 installieren. Nicht, dass ich mit diesem Browser arbeiten würde, da gibt es bessere, aber kein Kleinweichrechner ohne IE und aus Sicherheitsgründen sollte man eben schon IE7 verwenden und nicht IE6. (Übrigens soll IE8 ja auch endlich CSS 2 implementieren.)
Voller Tatendranng machte ich mich dann heute daran, auf meinen Windows Server 2003 mit IE7 die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole zu installieren. Nach dem Motto "bloß no gschwend ...", ein Motto, das man übrigens als Sysadmin NIE haben sollte. Auch die banalsten Aufgaben wie beispielsweise als Administrator einen Virenscanner installieren zu wollen ("Error 1920. Service ... failed to start. Verify that you have sufficient privileges to start system services"), oder eben die Gruppenrichtlinie-Verwaltungskonsole.
Die Vorgehensweise ist denkbar einfach: man lädt sich das Programm von Kleinweichs Internetseiten herunter und versucht es zu installieren.
Windows kann auf das angegebene Gerät, den Pfad oder die Datei nicht zugreifen. Möglicherweise besitzen Sie nicht die nötigen, auf das Element zuzugreifen Berechtigungen meldet der Server. Nun gut, vermutlich ging beim Herunterladen etwas schief, wir versuchen es noch einmal. Selbe Fehlermeldung. Man hat nach jahrelanger Arbeit mit Kleinweichprodukten Erfahrung und versucht, da Programm auf einem anderen Rechner zu installieren. Erfolgreich. Mit den Jahren wird man hartnäckig ("des muß doch ganga") und lässt sich von zwei popeligen Fehlermeldungen nicht beirren. Schließlich bin ich Administrator der Domäne. Also muß er mich doch installieren lassen.
Windows kann auf das angegebene Gerät, den Pfad oder die Datei nicht zugreifen. Möglicherweise besitzen Sie nicht die nötigen, auf das Element zuzugreifen Berechtigungen.
In dieser Situation fängt ein Sysadmin an, an sich selber zu zweifeln und befragt sein Orakel: die Firma Google. Die Firma Google verweisst mich an die Firma Kleinweich, die mir folgendes bietet: "You may be unable to run an executable file or a script file from a UNC path when you have Windows Internet Explorer 7 installed on a Windows Server 2003-based computer". Und was rät mir Kleinweich: Ich soll meinen Server, auf dem ich lokal eingeloggt bin, und von dem aus ich lokal eine Datei installieren will. Diesen Computer, also sozusgen mich selber, soll ich zu den Sicherheitseinstellungen des IE7 hinzufügen. Welche Logik versteckt sich dahinter? Ich bin einem Schreikrampf nahe. Nur die dünnen Wände zu den benachbarten Büros hält mich davon ab. Die Datei liegt lokal auf der Festplatte und der Server sieht sich selbst als unsicher an und muß sich selbst bestätigen, dass er sicher ist.
Das gibt mir zu denken. Wie weit ist es gekommen, dass Kleinweichprodukte sich selbst nicht mehr als sicher ansehen. Man kann als wohlwollender Optimist das nur als positives Zeichen für die Firma Kleinweich sehen.

Ich ging nach Hause und streichelte liebevoll über meinen alten G4. Das ist Design, das ist Software, das ist Qualitä und einfach ein ganz anderes Lebensgefühl.

Sonntag, 1. Februar 2009

Radtour

Es musste heute sein, egal was die Konsequenzen sind. Nachdem ich heute nacht 12 Stunden geschlafen hatte, gab es nach dem Frühstück nur noch eins: Radfahren, komme was wolle. Es schneit nicht, es hat keine Minusgrade, nix wie los. Also runter in den Keller, zum ersten mal meine zu Weihnachten geschenkt bekommene Luftpumpe benutzt und mein Kleines Schwarzes aufgepumpt.
Zugegeben, für die üblichen 20 km habe ich heute knapp 1 1/4 Stunden gebraucht anstatt den üblichen 55 min. Ich muß aber auch sagen, dass ich aufgrund meines Schleudertraumas seit etwa einem dreiviertel Jahr so gut wie nicht Rad gefahren bin, außerdem hatte ich teilweise heftigen Gegenwind. Außerdem war ich zu leicht angezogen. Aber es war herrlich, einfach unbeschreiblich. Natürlich hatte ich schon nach 3 km leichte Kopfschmerzen. Aber sollte das Schädelweh doch schlimmer werden, ich mußte heute einfach mal wieder richtig fahren.
Und die Nachwirkungen: Arschweh! Dazu schmerzende Knie, eiskalte Hände und Füße (ich fahre bei über 0 °C nie mit Handschuhen, nur ist die Temperatur in der Zeit, in der ich weg war von 1,5 °C auf -0,7 °C gesunken, außerdem kam Wind auf. Meine BHs, die auf dem Balkon trocknen sollten, sind gefroren), kalte Oberschenkel, leichte Kopfschmerzen rechts und ein unheimliches Glücksgefühl. Besser als tausend Glückspillen.