Dienstag, 31. März 2009

Unmoralisches Angebot

Ich habe drei befristete Stellen: 50%, 25%, 25%. Zwei davon laufen Ende dieses Jahres aus. Jetzt bekam ich heute einen Anruf von unserer Cheffin, ich möge doch mal zu ihr kommen. Ihr Angebot: Ich bekomme (ab sofort) eine auf zwei Jahre befristete Stelle, jedoch zwei Gehaltstufen unter meiner jetzigen. Meine Arbeit würde bis Ende des Jahres so weiterlaufen, ab Januar würde man dann mal sehen. Überlegen Sie es sich. Danke und tschüss.

Das hieße also: bereits ab Mai auf monatlich 500 € zu verzichten nur um weitere 2 Jahre (d.h. eigentlich nur 1 1/2 Jahre) beschäftigt zu sein. Und wie es im Frühjahr 2011 aussieht, weiss auch keiner.

Jetzt herrscht bei uns das Motto: Tu' Gutes und Rede darüber:
- Kollegen informiert, eine davon hat gleich ihren Mann aktiviert um nach Stellen für mich Ausschau zu halten (er hat auch gleich eine gefunden, die auf mich zutrifft).

- Betriebsrat angerufen. Ergebnis: sie darf mich mit meiner jetzigen Tätigkeit nicht zwei Gehaltsstufen heruntersetzen.

Fakt ist: ich lasse mich nicht unter Wert verkaufen und werde ihr Angebot nicht annehmen.
Fakt ist auch: alle guten Leute verlassen das Haus weil Engagement und gute Arbeit bei uns wohl nicht geschätzt wird. In Gesprächen mit Kollegen anderer Einrichtungen wurde klar: eine gute und fähige EDV ist bei uns allgemein nicht gefragt. Die Computer haben zu funktionieren, aber wie viel Arbeit dahinter steckt, dass sie funktionieren, das nimmt keiner wahr - will auch keiner wissen. Da kann ich nur sagen: hej då!

Samstag, 28. März 2009

Neues aus der Wissenschaft

Wie bereits in der Abizeitung zu lesen war, trinke ich Tee zu jeder Tageszeit. Das ist allerdings immer eine längere Angelegenheit, denn ich mag keinen zu heißen Tee, er muß immer gut abgekühlt sein. Und jetzt weiß ich auch den Grund meines intuitiven Verhaltens.

Eine Studie in der Provinz Golestan im Iran zeigt eine hohe Rate an Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs). Neben Sodbrennen wird in der Regel Alkohl und Nikotin dafür verantwortlich gemacht. Seltsam nur, dass die Bewohner dieser Provinz weder Trinken noch Rauchen. Also muß es eine andere Urache dafür geben, und die wurde auch gefunden: heißer Tee, und zwar mit Temparturen von über 65 °C.

http://www.sr.se/cgi-bin/p1/program/artikel.asp?programid=406&nyheter=1&Artikel=2727373
Referenz:
Farhad Islami et al, ”Tea drinking habits and oesophageal cancer in a high risk area in northern Iran: population based case-control study”, BMJ 2009;338:b929, doi:10.1136/bmj.b929

Mittwoch, 25. März 2009

E-Mail

Eine E-Mail vom Chef, über die sich jeder freut:

"Liebe Frau ...,
Sie machen das perfekt!"

Montag, 23. März 2009

Adventskalender

Es hat etwas länger gedauert, aber jetzt soll auch den Lesern veranschaulicht werden, wass in Elsbeths Adventskalender war: zwei Alf-Schlüsselanhänger, sowie ein Garfield-Schlüsselanhänger. Original 80er Jahre. Dazu ein kleines Büchlein mit -äh - interessanten Teesprüchen. Sehr originell und genau das, was frau sich in einem Adventskalender wünscht. Mal sehen, war Elsbeth von mir dieses Jahr bekommt.

Es ist eine Menge Poesie und ein feines Gefühl in einer Kiste Tee (Ralph Waldo Emerson)
Kräftiger Tee und Skandal - du meine Güte, wie erfrischend (Richard Brinsley Sheridan)




Zitat

Das Fahrrad ist ein genauso guter Begleiter wie die meisten Ehemänner.
Und wenn es alt wird und heruntergekommen aussieht, können Frauen es zur Seite stellen und sich ein neues kaufen, ohne die ganze Nachbarschaft zu schocken.
(Ann Strong 1895 in: Minneapolis Tribune)

Freitag, 20. März 2009

Abi

Beim Regal umräumen fiel mir unsere Abi-Zeitung in die Hand. Über mich steht da unter anderem drin:

"In Religion strickt sie, in Deutsch isst sie Kuchen, und Tee trinkt sie grundsätzlich überall und zu jeder Zeit. Herr B. aus B. nennt es 'Kaffeehausatmosphäre'. Hm, das war also damals schon so."
Aber stimmt, zusammen mit einer Freundin habe ich Christine aus der Parallelklasse das Sockenstricken beigebracht. Religion war diesbezüglich immer recht produktiv.

Besonders beliebt im negativen Sinn war bei uns vor allem das Fach Französisch. Das lag nicht am Fach, sondern an der Lehrerin, die auch im Kreise ihrer Kollegen nicht besonders beliebt war. Besonders auffallend war der Hass, den sie einem Kollegen, einem Spanischlehrer, genüber ganz offen auslebte.
Dieser Spanisch-Lehrer fragte mich:
- Wie war es heute in Französisch?
- Heute hatten wir kein Französisch.
- Ach deshalb siehst du so erholt aus!

Und ein Beweiß dafür, wie intelligent wir schon in Klasse 11 waren. Ein Mitschüler fragt im Musikunterricht: "Frau xyz, sollen wir den Text oder die Noten der Overtüre interpretieren?" Anwort der Lehrerin: "Die Overtüre besitzt keinen Text."

Sonntag, 8. März 2009

Übertraining

Ich hätte gestern nicht radfahren sollen. Aber zu spät, jetzt trage ich die Konsequenzen. Und zu diesem Thema lese ich gerade das Lexikon der Fitness-Irrtümer*, Thema "Sport stärkt die Abwehrkräfte". Stichwort Übertraining. Wird uns nicht immer erzählt, Sport würde die Abwehrkräfte steigern? Das ist zu einem gewissen Grad sicherlich richtig. Mit meinem gemütlichen Radfahren hatte ich jahrelang keine Erkältung oder sonstige Infekte. Bis ich aus mehreren Gründen für 1 1/2 Jahre mehr oder minder zwangspausierte. Dann: HWI, Bronchitis/Sinusitis, jetzt wieder Sinusitis.
Also Sport ist, gemässigt betrieben, vermutlich gesund und gut für die Immunabwehr. Übertrieben kann es zum sogenannten Übertraining kommen. Das ist, wie das Wort schon sagt, einfach zu viel des Guten. Die Symptome seien, so schreiben die Verfasser, u.a. vermehrte Infekte der oberen Atemwege. Aber nicht nur harmlose Infekte häufen sich, nein auch eine durch das Bakterium Chlamydia pneumoniae ausgelöste Herzmuskelentzündung oder das Pfeiffersche Drüsenfieber sind häufige Symptome des Übertrainings. Und wie schreibt er noch so schön: Kein Training, solange ein Infekt nicht auskuriert ist. Ich werde es mir merken, auch wenn's schwer fällt.


*Pollmer, Udo; Frank, Gunter; Warmuth, Susanne: Lexikon der Fitness-Irrtümer : Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Aerobic bis Zerrung. - Frankfurt am Main : Eichborn, 2003.

Samstag, 7. März 2009

Dazugehören

Auch ich wollte endlich einen haben, einen Gefrierschrank. Seit heute steht es also in meiner Abstellkammer, mein A++-Gerät. Im Gechäft hatte ich einen sehr kompetenten Verkäufer, der mir weiß machen wollte, A++ würde sich nicht lohnen, die seien in der Anschaffung viel zu teuer. Ok, mein Gerät kostet jetzt 90 € mehr als das vergleichbare Gerät mit Energieeffizienzklasse A+. Es verbraucht aber auch knapp 55 km/h weniger Strom im Jahr. Nimmt man dann einen Stromtarif von 20,59 Cent pro kw/h, sind es etwa 11 € Stromeinsparnis pro Jahr. Damit hätte ich den Mehrpreis in 8,18 Jahren wieder eingespart.
Egal, auf jeden Fall war ich dann einkaufen. In dem Supermarkt, in dem Hilde immer einkauft. Pizza, TK-Spinat, Pommes, TK-Gemüse, Eis. Was frau eben so als Vorrat braucht. Herrlich. Auch endlich gehöre auch ich dazu, zum Kreis der Gefrierschrankbesitzer.

Sonntag, 1. März 2009

Logbuch März

7. März
Zwischenspiel des Frühlings. Nachdem gestern morgen ein paar cm Schnee lagen, ist heute herrliches Wetter, in der Sonne sind es etwa 12 °C, im Schatten 6-7 °C.
Man sollte mit einem grippalen Infekt sich nicht unbedingt sportlich betätigen. Aber wenn das Wetter doch zu schön ist, und man kann ja auch langsam fahren.
So radelte ich meine übliche Neckartal-Tour und zuckelte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 17,4 km/h durch die Botanik.

17,6 km, 61 min, Durchschnitts-km/h: 17,4

1. März
Ich habe heute wieder dafür gesorgt, dass mein Körper Endorphine freisetzt. Zwar nur für kurze Zeit, aber man soll ja nach längerer Pause langsam anfangen.

Deshalb: Tü - Stockach - Immenhausen - Mähringen - Wankheim - Bläsikelter - Tü
18 km, 58 min, Durchschnitts-km/h: 18,6