Sonntag, 31. Januar 2010

Virenabwehr

Wenn man als EDVler an einer Apotheke vorbei läuft und bei Werbeschild "Virenabwehr" sofort an Computerviren denkt, dann sollte man sich vielleicht doch überlegen, ob man den Beruf wechseln sollte.

Montag, 25. Januar 2010

Digital Immigrants

Ich,  Trude, Tiffy, Freya - alle sind wir digitale Immigranten. Das schreiben John Palfrey und Urs Gasser in ihrem Buch " Born digital : understanding the first generation of digital natives".
Digital Immigrants sind laut Palfrey und Gasser hauptsächlich die Generation der vor 1970 geborenen. Bei den Digital Natives dagegen handelt es sich um die Jahrgänge ab 1980, um diejenigen also, die in das digitale Zeitalter hineingeboren wurden, die mit Computerspielen, sozialen Netzwerken, Mobiltelefonen und Instant Messaging groß geworden sind.
Im Gegensatz dazu wir digitale Immigranten. Wir, die noch wissen, was eine Schallplatte ist, die wir die Geburtsstunde des Walkman miterlebt haben und die digitale Informationen eher ausdrucken, als dass wir sie am Bildschirm zu lesen.

Den Digital Natives wird heute vorgeworfen, das Urheberrecht nicht besonders ernst zu nehmen und auch private Daten gedankenlos im Internet preis zu geben. Auch beim Thema Informationskompetenz haben die Digital Natives große Lücken. Es wird blind allem vertraut, was im Netz zu finden ist. Erst wenn die Hausarbeit, die aus Wikipedia abgeschrieben wurde, wegen sachlicher Fehler schlecht benotet wurde, wächst langsam die Skepsis. Glaubt man Palfrey und Gasser, dann liegt die Ursache am noch nicht voll leistsungsfähigen präfrontalen Cortex der Teenager. Dieser Hirnbereich spielt u.a. für Urteilskraft, Differenzierung und Interpretation von semantischen Informationen eine wichtige Rolle. Schaut man sich aber viele digitale Immigranten an, so scheint auch bei ihnen dieses Hirnareal nicht voll leistungsfähig zu sein.

Man sollte das Buch aber doch etwas differenzierter sehen. Was haben wir digitale Immigranten damals Musik "geklaut", von Urheberrecht hatten wir noch nie etwas gehört. Freunde hatten eine LP (ab den 80ern dann auch CDs). Und anstatt uns die Scheiben selber zu kaufen, haben die Freunde uns die Musik auf Kassette aufgenommen. Im Grunde nichts anderes, damals gab es eben noch kein Filesharing, Napster, Pirate Bay oder P2P.

Die Digital Natives seien mehr multitaskingfähig als wir Digital Immigrants. Sie machen alles gleichzeitig: Hausaufgaben, mit der Freundin Instant Messages austauschen und sein Profil in Facebook oder SchülerVZ aktualisieren. Nebenbei in iTunes die neueste Musik hören. Stichwort Reizüberflutung. Andererseits, Musik gehört während dem Hausaufgaben machen, das haben wir auch.

Aber die Autoren haben schon recht, es ist eine andere Generation, die kommt bzw schon da ist. Wer von uns über 40jährigen kann mit dem Begriff Netvibes etws anfangen, mit iGoogle, Weblog oder RSS? Das digitale Zeitalter ist angebrochen, wilkommen bei Web 2.0.

Dienstag, 19. Januar 2010

Werkstatt

 "Wenn's Audo en d'Werkschdadd muß, muß es en d'Werkschdadd!"

Antwort meines Chefs auf die Ankündigung, dass ich Montag wegen Koloskopie und im Mai wegen einer Hand-OP krank bin.

Samstag, 16. Januar 2010

Laminat

Wohl dem, der Teppichboden hat. Nicht, dass eine Wohnung mit Teppichboden sauberer ist, als eine mit Parkett, Laminat oder Fliesen. Mitnichten. Man sieht nur den Dreck nicht so. Als Beispiel nehme ich meine mittelgrauen Fliesen im Flur. Heute morgen gefegt und nass gewischt, sehe ich jetzt bei ungünstigem Sonneneinfall schon wieder die Staubflusen. Bei meinen Parkettböden ist es ähnlich, und seit Trunde Laminatfußböden hat, kann auch sie mitreden.

Laminat, nichts anderes als Spanplatte, Papier und Kunstharz, wird von vielen auch als Plastikholz oder Press-Kacke bezeichnet. Der Vorteil von Laminat: es ist vor allem billig, weshalb viele Vermieter es in  ihren Mietwohnungen verlegen lassen - zur Freude ihrer Mieter. Außerdem ist es pflegeleicht und leicht zu verlegen. Es hat allerdings auch Nachteile. Neben dem Ausdünsten von Formaldehyd ist das größte Problem die große Empflindlichkeit gegenüber Nässe. Andererseits sollte man auf geölte Parkettfußböden keine heißen Becher stellen (wie Laminat sich bei heißen Bechern verhält, konnte ich leider noch nicht ausprobieren). Weitere Nachteile sind eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa 10 Jahren und, wie oft betont wird, Laminat trägt  nicht zu einem guten Raumklima bei wie beispielsweise gewachstes oder geöltes Parkett.

Deshalb werde ich mein Parkett nach der niederschmetternden Erfahrung mit den Flurfliesen jetzt gründlich fegen. Bis die nächsten Staubflusen kommen.

Dienstag, 12. Januar 2010

GM-Hasser

 Ich gebe es stets offen zu, und wer es noch nicht weiß, erfährt es jetzt: ich hasse GM. Ich würde nie einen Opel kaufen. Und wie sagte Daniel einmal, als man ihm einen Opel als Mietwagen geben wollte: ich will Auto fahren, nicht laufen.

Jetzt will GM Saab abwickeln lassen. Oder einen Anbieter finden, der 450 Mio Dollar hinlegt. Dabei muß der Käufer zusätzlich zum Kaufpreis noch einiges investiereren: neue Modelle müssen entwickelt werden, Werbung muß gemacht werden usw. Außerdem bauen schließlich alle Saab-Modelle auf GM-Technik. Das bedeutet, dass noch ein Vertrag mit GM über zukünftige Zusammenarbeit, aber auch über den Einkauf von Komponenten verhandelt werden muß. Das schreibt Dagens Nyheter in seiner gestrigen Ausgabe.

Dort findet man auch ein schönes Zitat: "Es ist nicht Saabs Unvermögen konkurrenzstarke Autos zu bauen, die zur Schließung des Unternehmens führen, sonderns GMs Unwille, Saab genau das machen zu lassen. GM hat durch Schlamperei, Nonchalans und Inkompetenz ein Autounternehmen mit stolzer Ingenieurstraditions ins Grab gefahren."