28. Mai
Ich bin malad. Gut, dass ich gestern nicht nach Weiler gefahren bin, denn das Knie fühlte sich gestern schon etwas seltsam an. Und heute sehe ich es: ein Schwulst oberhalb des Knies. Schock! So viel kann ich doch in einer Woche nicht zugenommen haben. Beim Fahren dann die Bestätigung: Schmerz! Es fühlt sich aber nicht nach Kniegelenk an, muß etwas anderes sein. Und wenn man bedenkt, dass ich schon genügend Diclo in mir haben weil mir links die Ferse weh tut, dann will ich nicht wissen, was es ist. Also ist heute nur Ebene angesagt, langsam und mit Hauptbelastung links.
Tü - Weilheim - Kiebingen - Wurmlingen - Rottenburg - Hirschau - Tü
24,66 km, ∅ 20,1 km/h, 1:14 h
27. Mai
Ich habe Fläderblomssaft angesetzt. Mit Schere und Tasche bepackt schwang ich mich auf mein kleines Schwarzes, 30 km sollten es schon sein. Es war optimale Fahrradtemperatur, etwa 18 °C. Aber für eine Tour nach Weiler und dann durch den Wald war ich dann doch etwas zu leicht angezogen. Also wählte ich eine wärmere Alternative und fuhr eben etwas Zickzack. Auf dem Heimweg habe ich dann die Dolden geholt, die jetzt schön duftend auf dem Balkon stehen um abzukühlen. Ich bin immer noch entsetzt, dass es Leute gibt, die das Zeugs nicht mögen und das Unmögliche tun: wegschütten! Mir blutet heute noch das Herz. Undankbares Gesindel!
Tü - Weilheim - Kiebingen - Wurmlingen - Rottenburg - Wurmlingen - Unterjesingen - Tü
31,36 km, ∅ 21,24 km/h, 1:29 h
24. Mai
Nach den Höhenmetern gestern ist heute Ebene angesagt. Draußen ist es unheimlisch schwül, für nachmittags sind schwere Gewitter angesagt. Trotzdem waren recht viele Leute unterwegs. Überholt hat mich heute mal wieder keiner, die Rennradler kamen mir auch alle entgegen. In meine Richtung fuhren nur gemütliche Radler. Habe ich da etwas falsch gemacht? Aber: ich habe heute mein Ziel erreicht: 400 km diesen Monat. Wenn das Wetter mitspielt, schaffe ich auch noch die 500.
Tü - Weilheim - Kiebingen - Wurmlingen - Rottenburg - Hirschau - Tü
26,5 km, ∅ 22,11 km/h, 1:11 h
23. Mai
Temperaturvorhersage für heute: 27 °C. Da heiflt es früh raus. Zu früh war heute allerdings auch nicht angesagt, denn um halb 9 waren es noch 12 °C im Schatten. Und eigentlich wollte ich auch ganz anders fahren, aber plötzlich befand ich mich in der Unterführung nach Hageloch, also fuhr ich nach Hageloch. Berg trainieren wollte ich eh. Unterwegs fiel mir dann ein, dass ich für eine 40 km Tour zu wenig zu essen dabei hatte - nämlich nichts - und das Getränk bestand auch nur aus Wasser. Also legte ich einen Zwischenhalt bei den Gebrüdern Albrecht ein um mir Müsliriegel zu besorgen. Die hatte ich zu dem Zeitpunkt auch dringend nötig. Hätte wohl doch mehr frühst¸cken sollen. Ab Wurmlingen machten dann - Müsliriegel hin oder her - meine Oberschenkel nicht mehr mit, also fuhr ich nur auf Kondition in einem recht niedrigen Gang. Sonst wäre meine Durchschnittsgechwindigkeit sicherlich höher gewesen. Außerdem bin ich unter Antibiotika, das stresst noch zusätzlich :-)
Tü - Hageloch - Entringen - Pfäffingen - Oberndorf - Seebronn - Wendelsheim - Wurmlingen - Tü
43,02 km, ∅ 18,46 km/h, 2:21 h
21. Mai
Das nennt man Glück. Ich war gerade mal wenige Minuten zuhause, als das Gewitter losging. Die Fenster knallten zu, die Kissen der Balkonmöbel sind nass, Blitz und Donner und ein richtig heftiger Regenschauer. Ich habe es erst gar nicht richtig gemerkt, weil ich dabei war, meinen Bienenstich (oder wars 'ne Wespe?) mit Zwiebelscheiben zu beruhigen. Das verdammte Viech hat mich im Aufzug gestochen. Es hing irgendwie an meiner Radhose und ich kam mit der Tasche ran. Jetzt ist es auf jeden Fall hinüber. Tot im Fahrstuhl sozusagen. Schon komisch, da habe ich Panik wenn ich draussen sitze und mein Essen mit einer Wespe teilen soll und dann werde ich ahnungslos im Aufzug gestochen. Bis jetzt habe ich aber zum Glück noch keine allergische Reaktion. Wer hat aber schon 3 Minuten nach dem Stich Zwiebeln zur Hand?
Tü - Weilheim - Kiebingen - Wurmlingen - Unterjesingen - Tü
24,44 km, ∅ 21,34 km/h, 1:08 h
19. Mai
ADFC-Tour „kleine Tübinger Runde“. Sie war weder klein noch lansam und bestand nur aus Frauen. Das war richtig nett, eine reine Frauentour. Berge sind immer noch mein großes Problem, aber irgendwann werde auch ich das besser schaffen.
Das Wetter war herrlich, schon den ganzen Tag freute ich mich auf die Radtour. Es war einer dieser Tage, wo man eigentlich abends nichts anderes machen kann als Sport und zwar draußen. Mein Ziel mit 400 km im Monat werde ich im Mai locker erreichen, denn bis jetzt habe ich schon 300 km in den Beinen.
Tü - Unterjesingen - Pfäffingen - Oberndorf - Seebronn - Wendelsheim - Wurmlingen - Hirschau - Tü
36,19 km, ∅ 19,22 km/h, 1:54 h
17. Mai
War das heute schön. 50 km, herrlichstes Wetter und die Deutschen haben beim Melodifestival gestern einen sensationellen Erfolg gefeiert: sie wurden nicht Letzte, sondern landeten auf einem hervorragenden 20. Platz! Und sind damit sogar noch einen Platz vor den Schweden. Was kann es an einem solchen Sonntag also besseres geben als den Tag nach einem ausgiebigen Frühstück mit einer schönen Radtour zu beginnen? Ich fuhr unsere ADFC-Tour nocheinmal ab, war aber mit einem Schnitt von 19,2 am Zielort nicht arg viel schneller als letztes Mal. Egal, ein 18er Schnitt reicht völlig. Üben muss ich aber trotzden, denn es ist peinlich, wenn der Tourenleiter plötzlich nicht mehr kann. Also: genügend Müsliriegel griffbereit haben!
Tü – Dußlingen – Ofterdingen – Bodelshausen – Hemmendorf – Rottenburg – Wurmlingen – Rottenburg - Hirschau – Tü
49,98 km, ∅ 19,81 km/h, 2:32 h
16. Mai
Die Regenzeit ist vorbei, jetzt sind zwei Tage Sonne angesagt. Auf mehr oder weniger der selben Strecke wie am Donnerstag zählte ich heute die Schmetterlinge. Dass ich die Möglichkeit hatte sie zu zählen lag ganz einfach daran, dass es bedeutend weniger waren als vor zwei Tagen. Ich kam auf etwa 200. Jetzt habe ich ja von Tierreich im Allgemeinen und von Schmetterlingen im Besonderen so gut wie keine Ahnung. Ja, ich weiß wie ein Zitronenfalter aussieht und ein Pfauenauge, aber das wars dann auch schon. Heute flog aber längere Zeit einer dieser organgefarbenen Tiere vor mir her, und nach einer ausführlichen Internetrecherche kam ich zu dem Ergebnis, dass es ein Diestelfalter gewesen sein könnte. Lt. Wikipedia kommen in ganz Europa, Nordafrika, Asien, Nordamerika und Australien vor, ihr Heimatgebiet ist aber die subtropische Steppe. Da sie zu der Kategorie der Wanderfalken gehören, legen sie auf ihren Wanderungen große Strecken zurück, so dass sie auch in Nordeuropa anzutreffen sind.
Tü - Weilheim - Kiebingen - Wurmlingen - Rottenburg - Hirschau - Freibad - Tü
26,8 km, ∅ 20,88 km/h, 1:17 h
14. Mai
Schmetterlinge, nichts als Schmetterlinge. Alle paar Meter sitzen sie am Wegesrand und werden vom mir zu Scharen aufgescheucht. Orange waren sie, mehr kann ich dazu nicht sagen. Biologie ist nicht so mein Ding. Ich kann Tulpen, Rosen und Nelken unterscheiden, aber dann hört es bei mir auch schon auf. Dasselbe gilt für die Zoologie. Ein Pferd ist weiß, braun oder schwarz, Käfer sind eklig (zugegen, einen Marienkäfer kann ich schon erkennen) und so langsam kann ich auch eine Biene von einer Wespe unterscheiden. Soweit also meine Kenntnisse im Tier- und Pflanzenreich.
Das Wetter war nicht gerade berauschend, schwül, drückend, aber es hat gehalten, ich kam trockenen Rades wieder nach Hause.
Tü - Weilheim - Kiebingen - Rottenburg - Wurmlingen - Hirschau - Weilheim - Tü
24,1 km, ∅ 21,95 km/h, 1:06 h
10. Mai
Tü - K'furt - wannweil - Betzingen -Rt - RT - Ohmenhausen - Mähringen - Mähringer Bahnhof - Gomaringen - Tü
37,5 km, ∅ 19,66 km/h, 1:55 h
9. Mai
Nachdem mein Darm dank Cortison wieder normal funktioniert, kann ich mich auch wieder trauen aufs Rad zu steigen. Gestern abend hattte es ziemlich geschüttet, also wurde aus der gelplanten Radtour nach Feierabend nichts. Deshalb habe ich heute wieder etwas Bergtraining gemacht. Nicht zu viel, denn ich will meinen Darm nicht zu sehr reizen. Deshalb bin ich nur über den Aspenhau nach Wankheim hoch (ohne abzusteigen, Untersetzung, s.u.) nach Wankheim, dort stellte sich dann die Links- oder Rechtsfrage. Ich entschied mich für rechts und fuhr über den Mähringer Bahnhof nach Gomaringen, dann das Ehrenbachtal hinunter nach Tü.
Tü - Wankheim - Mähringer Bahnhof - Gomaringen - Immenhausen - Ehrenbachtal - Tü
16,35 km, ∅ 18,36 km/h, 0:53 h
4. Mai
Arzttermin in Reutlingen. Bei mir stellt sich da nicht die Frage, nehme ich das Auto oder fahre ich Rad, sondern Berg hoch oder außen rum? Habe mich dann für Berg hoch entschieden, es war aber doch extrem anstrengend. Leider habe ich keinen Tacho mit Höhenmesser, aber es geht schon ganz schön hoch. Ich hatte aber genügend Zeit eingeplant, ein 15er-Schnitt hätte locker gereicht), so dass ich doch rechtzeitig dar war. UND HUNGER HATTE. Und das, obwohl ich erst 1 1/2 h zuvor gefrühstückt hatte. Sind das die Anzeichen einer erhöhten Fettverbrennung?
Zurück bin ich dann über Wannweil, bei strahlendem Sonnenschein und Wind. Wie üblich im Neckartal mit Gegenwind.
Tü - Bläsiberg - Mähringen - Reutlingen - Reutlichen - Betzingen -Wannweil - K'furt - Tü
32,5 km, ∅ 18,44 km/h, 1:48 h
3. Mai
Göre sagt zum Thema Training: "fahr nur, wenn du Lust dazu hast". Und das hatte ich heute. Frühstück auf dem Balkon bei 18 °C, herrlicher Sonnenschein, also nichts wie los. Länger als die üblichen 20 km sollte es sein, und hügelig - wegen der Oberschenkelmuskulatur. Und da mich die Strecke Weiler - Niedernau schon ab und zu angelacht hatte, machte ich mich also auf den Weg. Die Strecke von Rottenburg nach Weiler zieht sich: 3 km immer schön den Berg hoch. Nur gut, dass es einen 1. Gang gibt.
Niedernau ist einfach zu finden, einfach dem Hohenzollernradweg folgen. Nach kurzer Zeit kommt man in den Wald, und schon geht es den Berg hinunter, den man vorher mühsam erklommen hat, allerdings mit ziemlichen Kehren. Nach einiger Zeit wird es ein geschotterter Waldweg, es ist aber wirklich schön, dort zu fahren. Vorbei an einigen Grillstellen kommt man irgendwann zu einem Häuschen, auf dem Römerquelle steht und ist dann auch schon in Niedernau. Den Neckar entlang geht es nach Rottenburg.
Kurz vor Rottenburg treffe ich plötzlich Kollegen R, der auf dem Weg nach Eyach war. Die paar Minuten Plauderpause taten richtig gut, danach konnte ich frisch gestärkt weiterfahren.
Das schöne war, mich haben nur Rennfahrer überholt, sonst war ich immer die überholende. Nach Hirschau überholte ich sogar eine Rennfahrerin, die mich den Berg hoch beim Zeltplatz aber ihrerseits wieder überholte. Ich hatte sie dann nach etwa 1 km wieder eingeholt, bog dann aber ab in Richtung Heimat.
So langsam wurde ich dann auch immer langsamer, bin wohl von Rottenburg aus doch zu schnell gefahren. Ist hoffentlich ein gutes Training.
Tü - Weilheim - Kiebingern - Rottenburg - Weiler - Niedernau - Rottenburg - Hirschau - Tü
37,9 km, ∅ 20,4 km/h, 1:51h
1. Mai
Ich war endlich mal wieder mit dem ADFC unterwegs. Zur Gönninger Tulpenblüte. Das Besondere an dieser Tulpenblüte ist, dass dort auf dem ganzen Friedhof Tulpen gepflanzt sind. Gönningen ist (bzw war bis ins letzte Jahrhundert) für seinen Samenhandel bekannt. Bereits Ende des 16. Jahrhundert wird dort der Samenhandel erwähnt. Lange gingen die Gönninger als Hausierer von Tür zu Tür um Samen, Blumenzwiebeln und andere Sachen zu verkaufen.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts pflanzten die Gönninger Samenhändler Tulpenzwiebeln nicht nur in ihren Gärten, sondern auch auf den Gräbern ihrer Verstorbenen an. Tulpenzwiebeln waren zu dieser Zeit noch recht teuer, es waren die Blumen der "Gesellschaft" und zeugten deshalb von Wohlstand und Bedeutung. Gleichzeitig ist die Tulpe eine sehr robuste Pflanze, was bei den kargen Böden der Schwäbischen Alb sehr gelegen kam. Die tulpenbepflanzten Gräber machten bald von sich Reden und viele kamen nach Gönningen, um die Pracht zu bewundern.
Im Laufe der Jahre geriet die Tulpentradition in Vergessenheit, wurde aber durch das Engagement der Gönninger im Jahre 2004 wiederbelebt.
Mein Erscheinen versetzte Manche doch in Erstaunen, habe ich mich doch immerhin fast ein Jahr nicht mehr bei Radtouren blicken lassen. Ich muß aber sagen, so eine 45-km Strecke strengt mich (trotz Pausen) doch noch ziemlich an. Das muß besser werden.
Tü - Dußlingen - Ofterdingen - Mössingen - Öschingen - Gönningen - Gomaringen - Immenhausen - Tü
45,3 km, ∅ 17,9 km/h, 2:35 h
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen