- Patient hat Schmerzen im Fuß und geht zum Hausarzt - es wird Blut genommen und dem Patienten mitgeteilt, er solle abwarten.
- Die Blutprobe ergibt nichts, Patient geht erneut zum Hausarzt. Dort wird er zum Röntgen geschickt. Dabei wird ein Metallstück im Fuß diagnostiziert und eine Überweisung an das Uniklinikum geschickt.
(Info: In Schweden werden Überweisungen direkt von Arzt zu Arzt geschickt, man bekommt dann von dort einen Termin mitgeteilt.) - Das Uniklinikum anwortet, für so etwas seien sie nicht verantwortlich.
- Patient telefoniert erneut mit dem Hausarzt, der ihn in die Notaufnahme eines lokalen Krankenhauses schickt.
- Patient sitzt 8 Stunden in der Notaufnahme dieses Krankenhauses, wird geröngt und untersucht. Das Metallstück sei nicht die Ursache für die Beschweden, die Beschwerden würden durch Plattfuß verursacht werden. Die Ärzte dort überweisen Patienten schließlich in ein drittes Krankenhaus.
- Es passiert nichts.
- Patient ruft im dritten Krankenhaus an, das erklärt, nicht für den Fall zuständig zu sein und dass ein Brief an Patient, Hausarzt und überweisendes Krankenhaus geschickt werde. Der Brief kommt nie beim Patient an und das KH hat angeblich keine Kopie des Briefes.
- Patient ruft beim überweisenden (zweiten) Krankenhaus an. Diese teilen ihm mit, dass sie keine Unterlagen vom Patienten hätten, da dieser in der Notaufnahme war.
- Patient ist wieder bei Punkt 1 und beschließt, sich privat behandeln zu lassen und somit selbst zu bezahlen.
Freitag, 14. Oktober 2011
Der schwedische Patient - eine wahre Geschichte
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