Samstag, 26. Februar 2011

Zurück aus dem Badnerland

Seit ein paar Tagen bin ich jetzt wieder  in meiner Heimat. Die Heimat, in der die Leute richtig reden, dâ wo man "Weckle" sagt anstatt "Weck" oder "Rote" und "Saita" anstatt "Servela" und "Wienerle". Außerdem sagt man bei uns "han i denkt" und nicht "häbb i gedenkt".

Meine Heimat ist auch die des Nachtbruder Konrads, der mich an meinem letzten Abend im Krankenhaus nur noch als Zimmerdekoration betrachtete. Trotz über 30 Jahre Auslandsaufenthalt hat er sich noch kein Badisch angewöhnt, sondern kommt noch im breiten Schwäbisch daher. Heimatgefühle nachts um halb 12 beim Blutdruck messen.

Zurück also aus dem KH, kümmern sich meine Kolleginnen rührend um mich. Ich habe jetzt schon vier Angebote, mir beim Einkaufen und anderen Aktionen zu helfen. Auch der Vater kümmert sich um seine Tochter. Aber nur der Vater, andere Familienmitglieder sind sich selber am Nächsten. Krank sein, hat doch was für sich :-)

Samstag, 5. Februar 2011

Plural

Da mußte ich doch tatsächlich 29+ werden um zu lernen, dass die Mehrzahl von Skript Skripten und die von Tumor Tumoren  ist.
Mal ehrlich, hättet ihr das gewußt?

Samstag, 22. Januar 2011

Das Fahrrad

Das Fahrrad. Es ist eigentlich unmöglich, perfekte Dinge zu benennen. Das Fahrrad allerdings ist ziemlich gut.

Tom Dixon, Designer

Montag, 27. Dezember 2010

Essen an Heiligabend

Im Gegensatz zu Schweden, wo es an Heiligabend traditionell Julbord gibt, sind es in Deutschland Würstchen mit Kartoffelsalat. Das Festessen (Gans) gibt es erst am 1. Weihnachtstag. Im ZEIT Magazin 52 (2010) schreibt Joseph Jessen zu diesem Thema:

"Nur mit Entsetzen kann man die Kunde quittieren, dass manche Familien den Heiligabend mit Würstchen und Kartoffelsalat begehen. Weihnachten feiert zwar den Geburtstag eines Kindes, es ist aber deswegen noch lange kein Kindergeburtstag; ansonsten könnte man ja auch die Ankunft des Christkindes mit Topfschlagen und Blindekuh-Spielen begehen. ..."

Nur gut, dass es sich bei Weihnachten um ein Christenfest handelt, man als Atheist also eigentlich essen kann, was man will. Also auch Würstchen mit Kartoffelsalat! Bei uns gab's übrigens Fondue (Heiligabend), Grünkohl (1./2. Weihnachtstag).