Freitag, 25. Dezember 2009

Weihnachten 1999

Weihnachten 1999. Lothar fegt durch das Land und verwüstet ganze Landstriche.

Ich habe Weihnachten 1999 in Schweden verbracht. Bei Göre im Hemgårdsvägen, Nyköping.
Flug mit Swissair nach Sthlm. Im  Flugzeug wurde ich von einer Saftschubse mit "Madame" angesprochen. Wen meint die wohl, es ist doch keiner da außer mir? In Zürich kam mein Gepäck nicht mit, also bekam ich in Stockholm ein SwissAir-T-Shirt und einen Kulturbeutel mit allem Nötigen drin. Dadurch hätte ich aber um ein Haar den letzen Bus nach Nyköping verpasst.
Wir schlemmten Köttbullar, Hasselback Potatis, Julmust, Knäck und andere kalorienarme Leckereien. Am nächsten Tag wollten wir einen gemütlichen Winterspaziergang zum Hafen machen, der jedoch weniger gemütlich wurde als wir angenommen hatten. Auch hier waren die Ausläufer von Lothar deutlich zu spüren: ein Baum und eine Litfassäule wurden umgeweht. Es ist sicherlich noch mehr passiert, aber das war das, was wir  mit eigenen Augen sahen.

Nach Weihnachten fuhren wir nach Stockholm. Geplant war, ein paar gemütliche Tage dort zu verbringen. Stattdessen durften wir arbeiten. Hundguiden sollte Anfang Januar auf der Hundemesse in Göteborg präsentiert werden, aber wenige Tage vor Weihnachten hatten Vokativ einen Computercrash - und kein aktuelles Backup! Und gepresst werden sollte die Scheibe ja auch noch. Und da ich Hundguiden programmiert hatte, war ich nach Meinung von Håkan und Eliza die große Rettung.

Am 7. Januar fuhren wir also nach Göteborg und nach einem anstrengenden Wochenende auf der Messe nachts wieder zurück nach Stockholm - denn mein Flug ging Montag um 13 Uhr nochwas. Also wieder SwissAir nach Zürich, dort hatte ich Aufenthalt bis zum Weiterflug nach Stuttgart. Plötzllich hatte die Maschine 1 Stunde verspätung, dann noch eine - ich weiß nicht, wie lange das Ding letztendlich Verspätung hatte. Als wir endlich im Flugzeug saßen, bekamen wir etwa 1/2 Stunde lang keine Starterlaubnis. Keiner nannte einen Grund dafür.

Den Grund für die Verspätung unserer Propellermaschine erfuhr ich, als ich nichtsahnend in meinem Studentenwohnheim angekommen war und Eltern und schwedische Freunde schon mehrmals versucht hatten, mich telefonisch zu erreichen. Grund für die Verspätung meiner Maschine war ein Crash einer Crossair-Maschine nach Dresden, die kurz nach dem Start abgestürzt war. Manchmal hat man doch einen Schutzengel.

Frohe Weihnachten 2009!

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