Vor einiger Zeit wurde mir von einer kleinen badischen Familienfeier erzählt. Das Mittagessen wurde dabei in einem Restaurant eingenommen. Als das Familienoberhaupt nach dem Essen beim Wirt die Rechnung begleichen wollte, fand er auf der Rechnung einen Stempel, die Kunden seien in diesem Restaurant nicht mehr erwünscht. Auf die erstaunte Nachfrage wurde dem Familienoberhaupt erklärt, die Gäste hätten von den Tellern der Anderen gegessen, und das wäre hier nicht erwünscht.
Jetzt mal ehrlich, wer probiert nicht gerne einmal die Pommes des Nachbarn, wenn man selbst Spätzle auf dem Teller hat? Oder wer ist nicht froh, wenn einem der Tischnachbar hilft, den eigenen Teller leer zu essen?
Erstaunt ob dieser wahren Geschichte, fragte ich den Wirt meines Vertrauens.
"Ja", antwortete dieser, das hätte er aus dem Badischen schon öfter gehört.
Ich sags ja: Gottes schönste Gabe ist der Schwabe.
I werd ällw gfrogt, ob i ebbes gega Badner hätt“, sagt der Württemberger. „Aber i muaß amol deutlich saga: des schdemmt ett ganz. I han nix gega Badener – zumindescht nix was hilft!“
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