Samstag, 3. Oktober 2009

Logbuch: Tag der Dt. Einheit

Heute ist Tag der Deutschen Einheit, dazu schönes Wetter. Das bedeutet, daß ich mich frage, wer auf die Idee gekommen ist, diesen Tag ausgerechnet auf einen Samstag fallen zu lassen. Nächstes Jahr ist es sogar ein Sonntag! Das bedeutet aber auch,  dass Hinz und Kunz unterwegs ist. Ich fuhr rechtzeitig los, so daß die Leute noch beim Mittagessen waren, aber auf dem Heimweg habe ich sie dann alle getroffen: die Rentner auf dem Rad, die Familien und sonstiges Gesindel. Eine Famile war besonders extrem. Stehen quer, alle hintereinander, den ganzen Radweg blockierend. Vorne die Mutter, dahinter das etwa 4jährige Kind, ganz hinten der Vater. Sie sehen dich, sind aber unfähig, zu handeln, auch nur ihren Arsch zu bewegen. Erst als ich "Achtung" rief, weil ich auf Anhieb nicht aus den Pedalen kam, reagierten sie und schafften das Kind aus dem Weg. "Oh, Entschuldigung", sagte die Mutter. Warum sind die heutigen Eltern nur so lahmarschig?
Ansonsten war es sonnig, 20 °C, aber windig (15 km/h), Südwestwind. Morgen soll es etwa 22 km/h Windgeschwindigkeit geben. Ob ich da mit Stefan die ADFC-Tour mache, möchte ich zum jetztigen Zeitpunkt doch sehr bezweifeln.


Tü - Rottenburg - Weiler - Niedernau - Rottenburg- Wurmlingen - Rottenburg- Hirschau - Tü
43,4 km, ∅ 21,4 km/h, 2:02 h

Freitag, 2. Oktober 2009

Radfahren und männliche Sexualität

Radfahren ist eine wichtige Form des Herz-Kreislauf-Trainings. Insgesamt gesehen überwiegen die positiven Effekte. Es ist zu empfehlen, das Trainingsprogramm den oben beschriebenen Erkenntnissen entsprechend, individuell nach Kondition und Körpertyp anzupassen. Es wurde gezeigt, daß ein Wechsel von sitzender in die stehende Position während des Radfahrens einen signifikanten Anstieg des Sauerstoffpartialdrucks im penilen Blut zur Folge hat. Sinnvoll sind also häufige Änderungen der Körperposition während des Radfahrens. Ergänzend dazu ist eine Verminderung der perinealen Kompression durch eine effektive Sitzposition sicherzustellen, so daß nur höchstens ein Viertel des gesamten Körpergewichts auf dem Sattel lastet. Ausgedehnte Ruhepausen während einer langen und anstrengenden Fahrradtour sind sinnvoll, um ein peniles Taubheitsgefühl und eine mögliche erektile Dysfunktion zu vermeiden. Radfahrern, die auch gerne in der Halle trainieren, empfehlen wir das „Spinning”, bei dem während des Trainings viele Wechsel der Körperposition vollzogen werden.

Sollte es trotz der oben genannten vorbeugenden Maßnahmen zu gesundheitlichen Einschränkungen im Genitalbereich kommen, empfehlen wir als Alternative die Benutzung eines Liegefahrrades, um die Risiken von Hypooxygenierung des Schwellkörpers und einer Verminderung des penilen Blutflusses zu vermeiden.

Quelle: Sommer, F.: Die Einflüsse des Radfahrens auf die männliche Sexualität.
Erschienen in: Blickpunkt Der Mann 01/2004

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Brief eines Kunden

Ausschnitte eines Briefs, das gestern von einem Kunden kam. Uns war ein Fehler unterlaufen der eigentlich nur darin bestand, dass Cheffe vier Wochen Urlaub hatte:

[...] Ich nehme es nicht als sehr wahrscheinlich an, daß das Fortlassen der Anmerkungen zu Cp. ...., Exkurse 2 - 5, sowie des gesamten Quell- und Literaturverzeichnisses auf einem reinen Versehen beruht. Denkbar wäre ja mindestens ebenso - und diese Annahme erscheint keineswegs unplausiebel - daß bei jener Stelle [...], die für das technische Procedere des 'Einscannens' zuständig ist, irgendjemand irgendwann dieser nachgerade unzumutbaren Mühsal müde war, daß der betreffende Mitarbeiter also - in vornehmem Latain ausgedrückt - sich einfach irgendwann sagte 'Nequeo, nolo, cesso, desino" und meine beiden Ordner, angewiedert und ennerviert vom durch mit so opulent aufgetragenen Flüssig- "Tipp-Ex", hastig und (gewollt) unverrichteter Dinge an Ihre Zentralstelle zurückschickte. Die Schuld für diese Abwehr- und Panikreaktion läge dann ganz eindeutig bei mir, bzw., genauer gesagt, die Ursache für die Weigerung,  [...] "einzuscannen", wäre fraglos in der großen Menge des von mir seinerzeit verwendetetn Flüssig-"Tipp-Ex" zu suchen. Und ganz gewiß sollte man dieser Person des Mitarbeiters, der [...] möglicherweise "in Streik getreten" sein mag - denn es fühlt sich einfach extrem unangenehm an, andauernd, mehr als eine Woche lang, immer wieder so viel "Tipp-Ex"-Staub an den Fingern zu haben - in keiner Weise nachforschen [...] Doch werden Sie verstehen, daß mich eine leise Furcht beschleicht, es könnten vielleicht sogar jetzt, im zweiten Anlauf, beträchtliche Teile [...] wiederum fehlen - womöglich sogar, besonders listig, durch Fortlassen jeweils einzelner Seiten sowohl aus dem "Corpus" der jetzt nachträglichen 'eingescannten" [...] Kompartimente, als auch aus dem an Sie nunmehr zurückgesandten Ordner. So erlaube ich mir die reichlich kühne Bitte, Ihre Zentralstelle möge, sofern Ihre oder Ihrer Kolleginnen Zeit dies zuläßt, auch überprüfen, ob mein Ordner so vollständig wieder bei Ihnen eintrag, wie er Ihnen vor rund zwei Wochen postalisch zugestellt wurde, und ob die im Ordner enthaltenen Blätter jetzt alle 'eingescannt' sind. [...]

Logbuch: Streßabbau

Heute waren es mal wieder 9 1/2 Stunden Arbeit. Irgendwie komme ich wieder nicht weg. 53 Überrstunden sind es jetzt, im August waren es 44 h. Da sind bald einmal wieder 2 Tage Ausgleich drin. Zumal ich und Kollegin S. in guten 3 Wochen einen Vortrag über ein Thema halten sollen, von dem wir noch keine Ahnung haben. Haben wir aber erst heute erfahren.
Also, heute Tag gab es nur eins: Streß loswerden, nichts wie aufs Rad. Der Himmel war zwar teilweise recht dunkel, aber geregnet hat es nicht. Ab morgen soll es aber kälter werden. Was solls, es ist ja auch schon Oktober.

Tü - Unterjesingen - Wurmlingen - Rottenburg - Hirschau - Tü

25,9 km, ∅ 20,7 km/h, 1:15 h