Sonntag, 28. April 2013

Cola trinkende Mäuse und Menschen

Habt ihr euch mal gefragt was passiert, wenn man Mäusen und Menschen Cola verabreicht? Der Food Detektiv weiß es: sie bekommen Diabetes, Verkalkung, Herzkrankheiten, Nierenschäden, Leberkrankheiten. 

Colatrinker wird das natürlich nicht interessieren, einen Raucher interessiert ja auch nicht, dassZigaretten schädlich sind. Aber Nicht-Colatrinker freuen sich, dass sie diese Getränk nur ab und zu bzw selten zu sich nehmen. Nur gut, dass mein Standardgetränk im Hirsch Maracujaschorle oder süsstofffreies Radler ist.

Sonntag, 21. April 2013

Teurer Kaffee

Die Nespresso-Kaffeemaschinen scheinen mal wieder in zu sein. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben viele eine oder sind viele dabei, sich eine anzuschaffen.

Abgesehen von der immensen Umweltbelastung durch die zu milliarden verbrauchten Aluminiumkapseln, besteht noch ein anderes Problem. Genau wie vor 100 Jahren mit der Petroliumlampe, ist auch die Nespressomaschine nur scheinbar eine günstige Angelegenheit.
Folgendes Rechenbeispiel: Eine kleine Maschine kriegt man für 100 €.  Eine Investition, die man sich leisten kann. Dazu braucht man Kaffeekapseln, die i.d.R. über das Internet bestellt werden müssen. Eine Kapsel kostet 35-39 Cent, darin enthalten sind etwa 5 g Kaffee. Umgerechnet ist das ein Kilopreis von 60-80 €.

Aber mal zum Thema Umwelt. Der Kaffee wird - des Geschmacks zuliebe - in Aluminiumkapseln verpackt. Das ist gut für den Geschmack, aber eine Katastrophe für die Umwelt.
Aluminium kommt auf der Erde nur in gebundener Form vor, als Alumosilicat als Bestandteil von Ton, Gneis oder Granit oder - und diese Form wird zur industriellen Herstellung von Aluminium verwendet - als Bauxit. Für den Bauxit-Abbau werden (vor allem in Südamerika) große Wald- und Ackerflächen zerstört. Bereits am Abbauort werden zur Gewinnung von Aluminiumoxid große Energiemengen verbraucht. Denn das in Bauxit enthaltene Aluminium muss zuerst mit Natronlauge aufgeschlossen werden, bevor es anschließend zu Aluminiumoxid gebrannt wird.  Dabei fallen pro Tonne Aluminium etwa 1,5-3,5 Tonnen Rotschlamm (eine Mischung aus Eisen- und Titanoxide) an, der in Deponien gelagert werden muß. Oft wird der Rotschlamm jedoch nicht sachgemäß entsorgt, sondern in Flüsse eingeleitet. Die Konsequenz für Umwelt und Bevölkerung kann sich jeder denken. Aber auch unsachgemäße Deponien sind eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Wer erinnert sich nicht an den Kolontár-Dammbruch in Ungarn im Oktober 2010.
Das Aluminium wird dann auf Schiffen in die Industrieländer transportiert. Dort wird das Aluminiumoxid in einem sehr energieaufwendigen Prozess geschmolzen und zu Aluminium verarbeitet. Für ein kg Aluminium werden 12,9-17,7 kWh Strom benötigt (Quelle: Wikipedia).

Aber zurück zu den Kapseln. Nespresso-Befürworter haben immer eine Antwort parat: die Kapseln werden doch über den Gelben Sack recyclet. Das halte ich für einen Denkfehler. Natürlich wird durch das Recycling die Ökobilanz verbessert. Beim Recycling werden nämlich nur fünf Prozent der Energie benötigt, die es zur Herstellung von Aluminium aus Bauxit braucht. Natürlich kann man es nicht nachweisen, aber es werden aber nie und nimmer alle Alukapseln recyclet, dazu sind die Leute zu faul. Zum andern könnte man durch die Verwendung anderer Kaffeemaschinen schon allein auf die Herstellung der Kapseln verzichten.

60-80 € pro Kilo Kaffee ist viel. Um die versteckten Kosten einer Nesprossomaschine zu benennen, hier mal ein kleines Beispiel - bei einem angenommenen Kaffeeverbrauch von einer Tasse Kaffe täglich:

Nespresso:
Maschine: 100 €
Kaffee: 135 €/Jahr
Summiert sich in 10 Jahren zu einem Preis von 1450 €.

Bodumkanne:
Eine Kilopackung Kaffee entsprechen bei einer Menge von 5 g/Tasse 200 Tassen, das wären grob gerechnet 2 kg Kaffee pro Jahr. Kauft man einen guten Kaffee ist man bei 20-30 € pro Kilo, also 40-60 € pro Jahr. Das wären in 10 Jahren 400-600 € plus 30 € für eine Bodum-Kanne.

Kaffeevollautomat:
Ein günstiger Kaffeevollautomat fällt mit 500-700 € zu Buche. Bei meinem gering geschätzten Kaffeeverbrauch zahlt der Kaffeetrinker also 1000-1500 € in 10 Jahren.

Aber welcher Haushalt trinkt schon eine Tasse Kaffe pro Tag?
Prost.



Freitag, 29. März 2013

Neues Buch von Dr.Watson

Neulich habe ich mir ein Buch gekauft, es in zwei Tagen gelesen und schon nach den ersten Seiten beschlossen, meinen Zuckerkonsum zu reduzieren.
Ich gehöre jetzt nicht zu denen, die besonders viel Zucker essen. Ich nasche abends relativ selten, es gibt selten einen Nachtisch, mein Fruchtjoghurt mache ich selber aus püriertem Obst ohne oder mit wenig Zucker, und Eis habe ich auch keins im Gefrierschrank. Schokolade wird bei mir alt, ab und zu mal ein Rippchen dieser dunklen Süßigkeit reicht mir völlig aus. Auch Fertiggerichte gibt es bei mir keine und fettreduzierte Produkte kommen mir nicht ins Haus. Denn Fett ist ein Geschmacksträger, ohne Fett muss der Geschmack irgendwo anders herkommen - und das ist in den meisten Fällen Zucker oder andere kalorienhaltige Kohlenhydrate. Die Kalorienzahl ist dabei im günstigsten Fall gleich, oft sogar höher als die fettreiche Variante.

Wo kann ich also am einfachsten Zucker reduzieren. Angefangen habe ich jetzt bei meinem viertel Teelöffel Zucker in meiner täglichen Tasse Kaffee. Das ist alles nur eine Sache der Gewöhnung. Den Zucker im Tee habe ich mir bereits vor vielen Jahren abgewöhnt: bei der Arbeit war der Zucker aus und keiner von uns hatte Lust, einkaufen zu gehen um neuen Zucker zu besorgen.

Vielleicht sollte ich meine restlichen Süßigkeiten beim Foodsharing abgeben. Meine dunkle Schokolade vom African Bushman behalte ich aber. Ein bisschen Droge muß schließlich sein.

Mehr zum Buch und zur Gesundheitsgefährdung Zucker beim Food-Detektiv.

Samstag, 23. März 2013

Mein Berglöwe

Ich habe ja einige Erfahrung im Aktualisieren und Installieren von Betriebssystemen. Als ehemaliger Sysadmin musste ich meine Server spätestens wenn der Support auslief von w2k auf w2k3 aktualisieren. Auch meine Testrechner wurden in regelmässigen Abständen platt gemacht und neu installiert. Der Vorteil der Testrechner war, dass kein großes Datenbackup gemacht werden musste. Einfach die CD mit dem Fenster einlegen (ja, es gab auch mal Betriebssysteme auf CD), das Formatieren der Festplatte bestätigen und einige Zeit warten. Danach die wenigen benötigten Programme wieder draufspielen. Fertig war mein sauberer Rechner.

Beim Arbeitsplatzrechner ist das etwas komplizierter. Der enthält Daten, Mailkonfiguration und andere unverzichtbare Dinge. Bevor man ein neues Betriebssystem (also das mit dem Fenster) installiert, ist eines unverzichtbar: man macht ein Systembackup oder sichert zumindest die persönlichen Daten und Konfigurationen. Vista konnte man über XP noch drüberbügeln, bei Windows 7 ist das leider nicht mehr möglich. Es ist also eine Aktion von mehreren Stunden, bis der Rechner von XP auf 7 upgedated ist. Natürlich hätte man auch gleich auf Windows 8 umsteigen können, aber bevor ich mir diese Zumutung von Betriebssystem antue, steige ich lieber auf Linux um. Und wie Philip Greenspun schon im Dezember sagte: Ein "Christmas gift for someone you hate".

Privat habe ich solche Probleme nicht. Denn es gibt es einfach, das bessere Betriebssytem. Da sind größere Ich-steige-auf-ein-neues-Betriebssystem-um-Aktionen unnötig. Natürlich empfiehlt sich auch hier grundsätzlich ein Systembackup, aber das ist dank Time Machine und einer neuen externen Festplatte auf einfache Weise erledigt. Dann einfach App Store öffnen, Mountain Lion herunterladen, einmal auf "weiter" klicken und nach einer halben Stunde und einem Rechnerneustart sieht mein Anmeldebildschirm aus wie ein Küchentisch.

Ade Schneeleopart, willkommen Berglöwe.