Ich habe drei befristete Stellen: 50%, 25%, 25%. Zwei davon laufen Ende dieses Jahres aus. Jetzt bekam ich heute einen Anruf von unserer Cheffin, ich möge doch mal zu ihr kommen. Ihr Angebot: Ich bekomme (ab sofort) eine auf zwei Jahre befristete Stelle, jedoch zwei Gehaltstufen unter meiner jetzigen. Meine Arbeit würde bis Ende des Jahres so weiterlaufen, ab Januar würde man dann mal sehen. Überlegen Sie es sich. Danke und tschüss.
Das hieße also: bereits ab Mai auf monatlich 500 € zu verzichten nur um weitere 2 Jahre (d.h. eigentlich nur 1 1/2 Jahre) beschäftigt zu sein. Und wie es im Frühjahr 2011 aussieht, weiss auch keiner.
Jetzt herrscht bei uns das Motto: Tu' Gutes und Rede darüber:
- Kollegen informiert, eine davon hat gleich ihren Mann aktiviert um nach Stellen für mich Ausschau zu halten (er hat auch gleich eine gefunden, die auf mich zutrifft).
- Betriebsrat angerufen. Ergebnis: sie darf mich mit meiner jetzigen Tätigkeit nicht zwei Gehaltsstufen heruntersetzen.
Fakt ist: ich lasse mich nicht unter Wert verkaufen und werde ihr Angebot nicht annehmen.
Fakt ist auch: alle guten Leute verlassen das Haus weil Engagement und gute Arbeit bei uns wohl nicht geschätzt wird. In Gesprächen mit Kollegen anderer Einrichtungen wurde klar: eine gute und fähige EDV ist bei uns allgemein nicht gefragt. Die Computer haben zu funktionieren, aber wie viel Arbeit dahinter steckt, dass sie funktionieren, das nimmt keiner wahr - will auch keiner wissen. Da kann ich nur sagen: hej då!
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