Donnerstag, 6. August 2009

Fahrradstadt Tübingen

Meinen täglichen Weg zur Arbeit, der etwa 2,8 km beträgt, lege ich per Rad zurück und bin somit ein gutes Beispiel für die Initiative Mit dem Rad zur Arbeit von ADFC und AOK. Auf diesem Weg habe ich auf einer Strecke von ca. 1,5 km 10 Ampeln zu überqueren. Mit der täglichen Routine kriegt man das aber meistens recht gut hin.

Jetzt ist Sommerzeit. Sommerzeit ist Baustellenzeit. Nicht nur auf den deutschen Autobahnen wird auf Teufel komm' raus gebaut, nein auch meine Stadt ist eine einzige große Baustelle. Die Baustellenhinderhisse beschränken sich auf meinem täglichen Weg zur Arbeit aber nicht auf einen kurzen Abschnitt, sondern fast auf die gesamte Strecke.
- Baustelle 1: "Vollsperrung wegen Straßenbauarbeiten".
- Baustelle 2: "Vollsperrung wegen Straßenbauarbeiten".
- Baustelle 3 und 4: "Vollsperrung wegen Abbruch des Gebäude xxxstr. Nr. y und Straßenbauarbeiten".
- Baustelle Nr. 5: "Tiefbauarbeiten, Verlegung einer Fernwärmeleitung".

So kämpft sich der tapfere Radfahrer täglich durch zahlreiche Ampeln, schiebt sein Rad zwischen Fußgängern und sinneskranken Radfahrern (die sich einbilden, nachmittags um 16 Uhr auf dem Bürgersteig nicht absteigen zu müssen, und die von mir regelmässig mit entsprechenden Kommentaren rechnen müssen), versucht, nicht mit anderen Radfahrern und Bauarbeitern zu kollidieren, bemüht sich, ungeschadet auf die Hauptstraße zu kommen (die frühere Ampel wurde abgeschaltet, die Verkehrsführung geändert (Autos haben Vorrang) und die armen Radfahrer müssen schauen, wo sie bleiben.

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